Spargel wohlschmeckend und gesundDamit Sie diesmal
richtig zugreifen und am besten mehrmals wöchentlich Spargel essen, hier ein
paar Hintergrundinfos,
warum Spargelessen so gesund ist. Früher
wurde Spargel in Klöstern und
Apothekergärten
als wahres Allheilmittel angebaut
und später als königliches Gemüse
den Reichen und Mächtigen serviert.
Glücklicherweise sind die vitaminund mineralstoffreichen
Spargelstangen heute in
jedem Supermarkt zu finden. Ab dem 16.
Jahrhundert wurde Spargel aufgrund
steigender Nachfrage systematisch
gepflanzt und als Nahrungsmittel
genutzt. Seit Ende des 19. Jahrhunderts
wird Spargel auch in Österreich
kultiviert. Manche sind sogar der
Meinung, dass der beste Spargel aus Österreich
kommt. Gerade in
der Gegend rund um Wien (Marchfeld und Tullnerfeld) sind viele Spargelbauern. Spargel
zu essen passt daher hervorragend zur Philosophie von saisonaler und regionaler Ernährung.
Wer noch
einen Schritt weiter gehen will, greift zu Bio-Spargel. Die Vorteile des
Bio-Anbaus
liegen
darin, dass im Gegensatz zu konventionellem Anbau weniger Spargelkulturen pro
Hektar
angepflanzt werden. Dadurch werden die Spargelstauden gut belüftet und sind so besser
vor Schimmel geschützt. Bio-Bauern können deshalb auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel
verzichten. Wichtig ist auch die Auswahl des Bodens: Leicht, sandig, wasser-,
luftdurchlässig und humusreich muss er sein, damit auch auf künstliche Düngemittel
verzichtet werden kann. Ein vitaler Boden ist das Kapital für den ertragreichen Anbau von
Bio-Spargel und garantiert den exzellenten Geschmack. Der
Spargelanbau selbst ist aufwändig und pflegeintensiv. Erst 3 Jahre nach der
Aussaat können
die ersten Spargelstangen geerntet werden. In sorgfältiger Handarbeit wird
Spargel Tag für
Tag frisch gestochen, sortiert, gewaschen und verpackt.
Mutter
Natur hat wieder einmal vorgesorgt: Wenn der Frühling beginnt, Körper und Geist
sich öffnen
und die Schlacken des Winters loswerden wollen, tischt sie uns Gemüse auf,
die uns beim Frühjahrsputz
unterstützen. Spargel gehört zu dieser Putzkolonne. Er mobilisiert den Stoffwechsel, das Blut wird
gereinigt und die großen Ausscheidungsorgane Leber, Niere und Lunge werden auf den
Frühjahrsputz programmiert. Der Spargel wurde bereits von den
alten Ägyptern, Griechen und Römern als Heilpflanze genutzt. Seine lateinische
Bezeichnung Asparagus officinalis" deutet darauf hin, da das Wort officinalis übersetzt so viel
bedeutet wie arzneilich" oder Heilmittel".
In der Traditionellen Chinesischen Medizin
ist Spargel ebenfalls ein Heil-Nahrungsmittel. Seine
Wirkung ist thermisch erfrischend
und wegen seines süßlichen Geschmacks wird er dem Erd-Element zugeordnet.
Therapeutisch wird er zur Fiebersenkung, gegen Blutungen, bei Übelkeit, Gicht, Lebens- mittelvergiftung und Gallenbeschwerden eingesetzt. Bekannt ist auch seine vorbeugende Wirkung gegen
Krebs.
Westlich gesehen besteht Spargel
mehrheitlich aus Wasser (ca. 93 %) und hat folglich sehr wenig Kalorien (ca. 18 kcal/100 g),
wenn er nicht mit fettigen Saucen (Hollandaise) oder Butterbröseln serviert wird. Der
hohe Ballaststoffgehalt wirkt sich positiv auf die Verdauung aus. Besonders wertvoll sind die
reichlich enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe, wie Vitamin C, B-Vitamine und
Beta-Carotin (Vorstufe von Vitamin A). Den absoluten Rekord hält Spargel mit seinem Gehalt an
Folsäure, die besonders wichtig für die Bildung und Reifung der roten Blutkörperchen ist. Die
Vitamine B2 und Niacin fördern die Schönheit von Haut, Haaren, Augen und Schleimhäuten. An
Mineralstoffen hat Spargel auch einiges zu bieten:Phosphor, Natrium, Eisen, Kalzium
und einen besonders hohen Kaliumgehalt, der die Entwässerung unterstützt. Weiters enthält Spargel verschiedene
bioaktive Substanzen wie z. B. Saponine, welche für den bitter schmeckenden unteren Teil
der Spargelstange verantwortlich sind, ätherische Öle sowie die Farbstoffe Chlorophyll
(grüner Spargel) und Anthocyan (violetter Spargel). Diese Substanzen wirken unter anderem
antikanzerogen, antimikrobiell und cholesterinsenkend. Der typische Geschmack des Spargels
entwickelt sich beim Kochen und stammt aus schwefelhaltigen ätherischen Ölen
und der der Aminosäure Asparaginsäure. Diese Aminosäure fördert die
Nierentätigkeit, ist stark harntreibend und unterstützt die Leber bei der Entgiftungsarbeit. Der typische
Geruch des Urins nach dem Genuss von Spargel bei knapp der
Hälfte der Menschen, ist auf schwefelhaltige Abbauprodukte zurückzuführen.
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