An manchen Tagen hetzen wir von Termin zu Termin und haben überhaupt keinen Kopf darüber nachzudenken, wann und was wir zu mittag essen. Da wird dann im besten Fall eine Pizza bestellt oder Wurstsemmeln verdrückt, im schlechtesten Fall fällt die Mittagspause einfach aus.
Gesundes Essen im Büro muss bewusst geplant werden. Man stellt jedoch sehr bald fest, dass es einem viel besser geht, wenn man auf die richtige Ernährung am Arbeitsplatz achtet: die Konzentration steigt und damit auch die Leistungsfähigkeit.
Mit den nachfolgenden Tipps können Sie die größten Fehler beim Essen im Büro vermeiden:
Wenn eine Zwischenmahlzeit erwünscht ist, sollte sie kalorienarm sein, weil sonst die insgesamt aufgenommene Kalorienmenge schnell zu hoch wird. Alles was keine "versteckten" Kalorien enthält ist gut geeignet wie frisches Obst, Gemüse, fettarme Milchprodukte oder eine Laugenbrezel. Das gute alte Pausenbrot ist immer noch eine optimale Lösung, denn bei allem selbst gemachten weiß man am besten, was (und wie viel) drin ist. Süßigkeiten sind "Genussmittel" und sollten nicht zum Stillen von Hunger verwendet werden.
Wir haben heutzutage im Büro zu wenig Bewegung. Dies hat Einfluss auf den Energieumsatz. Wer eine Bürotätigkeit ausführt und in der Freizeit wenig körperlich aktiv ist, benötigt z.B. pro Mittagessen nicht mehr als 700 kcal (für Frauen) bzw. 900 kcal (für Männer); pro Zwischenmahlzeit nicht mehr als 230 bzw. 290 kcal. Das ist ohne energiebewusste Auswahl schnell überschritten. Mittelfristig sollte dieses Limit nicht überschritten oder die körperliche Aktivität in der Freizeit gesteigert werden.
Das Essen sollte nicht am üblichen Arbeitsplatz, etwa vor dem PC, eingenommen werden. Steht keine Kantine zur Verfügung, kann trotzdem Abwechslung in den Speiseplan gebracht werden: Erkunden Sie die Möglichkeiten um das Firmengebäude herum. An einem Tag vielleicht den Chinesen um die Ecke mit einem schnellen Lunch-Angebot, am anderen Tag den Fleischhauer mit kleinen Mittagsgerichten, den Bäcker mit einem schmackhaften Sandwich oder den Supermarkt mit fertig zubereiteten Salaten.
Kaffee ist am Arbeitsplatz und in Besprechungen häufig verfügbar. Schnell hat man aber zu viel davon erwischt. Geeigneter sind hingegen Wasser, Fruchtsaftschorlen mit zwei Teilen Wasser auf ein Teil Fruchtsaft oder ungesüßte Grün-, Schwarz-, Kräuter- oder Früchtetees. Mindestens 1,5 Liter sollten es über den Tag verteilt sein, um eine gute Konzentration zu erhalten - das entspricht mindestens acht Gläsern à 200 ml pro Tag. Wenn der Körper nur zwei Prozent seines Wassergehaltes einbüßt, fällt das Energieniveau um 20 Prozent.
Die gesunde Schublade dient Ihnen in Notfällen dazu, ein ausgefallenes Frühstück zu Hause oder Mittagessen zu überbrücken. Sie können sie mit Lebensmitteln füllen, die sich gut lagern lassen und gerne genascht werden, z.B. Studentenfutter oder Nüsse, Kekse oder Riegel in Vollkornvarianten, Salzstangen oder Reiskräcker. Eventuell kommen auch kleine Obstgläschen bzw. -konserven in Frage. Grundsätzlich sollte aber darauf geachtet werden, dass diese Lebensmittel einen geringen Zuckergehalt haben - Ballaststoffe, aber auch Fett und Eiweiß machen länger satt. Für diesen Fall dürfen es also auch mal die Nüsse sein. Aber Achtung! Es gibt Menschen, die sich beim Gedanken an etwas Gutes zum Essen in der Schublade nur noch schwer zurückhalten können. Diese sollten die "Notration" nicht so leicht verfügbar halten.
Frisches Obst und Gemüse kann man sich durch die Bestellung einer Abo-Kiste direkt an den Arbeitsplatz holen. Eine Bestellung mit den Kollegen zusammen verhindert, dass eine üppige Lieferung nicht gegessen wird. Liefern können nahe gelegenen Bioläden, Wochenmärkte oder auch Anbieter über das Internet. Vitamine am Arbeitsplatz sind damit auch in stressigen Zeiten kein Problem.
Quelle: TÜV Süd

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