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Die zwanzig häufigsten Mythen und Fakten rund ums Krafttraining

 

Outdoortraining; Bildquelle: istockMythos Nr. 1:

Krafttraining muss wehtun, sonst bringt es nichts.


Training im Hochleistungssport ist eine Gratwanderung zwischen Unterforderung und Überbelastung. Das gilt auch für das Krafttraining. Hochleistungssportler müssen manchmal wirklich ans Limit gehen; das ist anstrengend und belastend und es kann schmerzhaft sein. Fitness- und Gesundheitssportler profitieren vom Krafttraining, wenn sie dieses moderat betreiben und auch dann, wenn sie auf die grösstmögliche Last und die letztmögliche Wiederholung innerhalb einer Serie verzichten.

Mythos Nr. 2:

Wer nach dem Training keinen Muskelkater hat, hat etwas falsch gemacht.


Muskelkater ist die Folge von exzentrischer Überbeanspruchung einzelner Muskelfasern.
Er entsteht also bei ungewohnter, intensiver Bremsarbeit wie z.B. bei Tiefsprüngen und beim
Berg abwärts Rennen.

Gesundheits- und Fitnesssportlerinnen und -sportler, die auf solche Belastungs- und Trainingsformen verzichten, bleiben von Muskelkater verschont.  Exzentrische und reaktive (plyometrische) Formen des Krafttrainings sind äusserst wirksam, gleichzeitig sind sie aber für das ganze Bewegungssystem auch sehr belastend. Leistungssportler, die solche hocheffiziente Krafttrainings machen, müssen vorerst die Belastungstoleranz der aktiven und passiven Strukturen entwickeln. Das ist ein Prozess, der Monate beansprucht und sorgfältig geplant werden muss.

Mythos Nr. 3:

Frauen, die Krafttraining machen, vermännlichen.

Vernünftig betriebenes Krafttraining führt nie zu einer Vermännlichung

Zum modernen Schönheitsideal gehört eine Figur, der man die Stabilität und Fitness ansieht. Frauen, die nachhaltig etwas für ihr Erscheinungsbild tun wollen, machen deshalb regelmässig Krafttraining.
Die Muskelberge von Bodybuilderinnen, denen wir gelegentlich in Zeitschriften begegnen, sind die Folge von extremem Muskel-Training, das durch eine spezielle Ernährung und andere «begleitende
Massnahmen» ergänzt wird.

 



Quelle:
Jost Hegner
Fachleiter Sportbiologie / Bewegungs- und Trainingslehre
Institut für Sportwissenschaft, Universität Bern
Bremgartenstrasse 145, 3012 Bern
Autor des Buches: "Training - fundiert erklärt" erschienen im "Ingold Verlag"






 
 

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