Was ist Stress und wie erkenne ich die Symptome?
Neue Serie auf women30plus zum Thema Stress

Stress lange ein Statussymbol für Fleiß, harte Arbeit und Erfolg, trifft schon lange nicht mehr nur Manager und Führungskräfte er ist zum Top-Thema unserer gesamten Gesellschaft geworden.
Auch Unternehmen und Krankenkassen erkennen an den zunehmenden Kosten durch Krankmeldungen ihren Handlungsbedarf. Die WHO (World Health Organisation) erklärte Stress sogar zum
größten Gesundheitsrisiko des 21. Jahrhunderts. Doch ist jeder Einzelne selbst gefragt zu handeln.

In der neuen women30plus-Stress-Serie erklärt Dipl. Mental Coach
Britta Saphira Brutscher alles rund um das Thema "Stress".
Zwei Arten von Stress: Eu-Stress und Di-Stress
Zunächst einmal ist nicht jeder Stress negativ. Unterschieden werden nämlich zwei Arten von Stress: Eu-Stress und Di-Stress. Der
positive Eu-Stress ist lebenswichtig, ja sogar lebensnotwendig für unseren Organismus, denn er erhöht die Aufmerksamkeit und die Leistungsfähigkeit des Körpers und setzt dabei wichtige, physische und psychische Prozesse in Gang.
Eu-Stress wird immer als motivierend empfunden und ist mit einem Gefühl der Freude verbunden.
Sie erkennen Eu-Stress an allen Dingen, die Ihnen Spaß machen, die Sie mit Freude, Enthusiasmus oder großer Motivation verrichten. In diesen Momenten empfinden Sie gleichzeitig ein hohes Maß an Vitalität. Auch Glücksmomente werden dem Eu-Stress zugeordnet.
Der
negative Di-Stress dagegen wird als unangenehm, als Belastung, Bedrohung, Angst oder sogar als Gefahr empfunden. Meist ist er mit einem Gefühl der Überforderung verbunden. Dieser Stress führt zu Anspannung und zur Ausschüttung von Stresshormonen im Körper und
ist auf Dauer schädlich für den Organismus. Ohne einen entsprechenden Ausgleich führt Di-Stress langfristig zur Erkrankung des Menschen.
Was für den Einzelnen als motivierend oder als belastend, also als Eu- oder Di-Stress empfunden wird ist rein subjektiv. Das erklärt auch, warum manche Menschen bei bestimmten Aufgaben aufblühen, während andere sie als Belastung empfinden.
Dieses Empfinden hängt in hohem Maße von der inneren Einstellung und der individuellen Belastbarkeit ab. Deswegen wird in einem guten Stressmanagement Training auch daran gearbeitet, diese Belastbarkeit zu erhöhen und die inneren Ressourcen zu entwickeln, die Einstellung zu verändern und mehr Situationen zu schaffen, die dem positivem Eu-Stress zugeordnet sind.
Gefahr Burnout
Zu beachten ist auch, dass der positiv empfundene Stress sich bei exzessivem Ausmaß und ohne entsprechenden Ausgleich ebenfalls in Di-Stress umwandeln kann. Dies sind die typischen Burn-Out-Fälle: Menschen, die jahrelang sehr leistungsstark und mit Freude arbeiten, ihr Energiepotenzial dabei aber völlig überschreiten und irgendwann scheinbar plötzlich zusammen brechen.
Sie haben auf die ersten Alarmsignale nicht gehört und die Grenze weit überschritten, die ebenfalls von Mensch zu Mensch verschieden ist. Um die Gesundheit langfristig von den negativen Folgen von Stress zu schützen ist es wichtig, bereits auf die ersten Anzeichen zu hören und entsprechend zu handeln.
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