Sausen in Serfaus
Ein Reisebericht von Lisa Grüner über ihren Skiurlaub in Serfaus

Eine lustige Gruppe hat sich aufgemacht, Serfaus zu erkunden und hat dabei viel mehr entdeckt als traumhafte Hänge, zahlreiche Bergketten und Après-Ski. Denn die Region hat sich auf außergewöhnliche Erlebnisse und kulinarische Highlights spezialisiert und bietet mehr Service und Ideen als andere Schigebiete.
Kaum in Serfaus ging es schon los. Und zwar mit der U-Bahn ein Transportmittel mit dem man in den Bergen nur bedingt rechnet. Gerechnet hat sie sich ganz eindeutig für alle Urlauber und nicht zuletzt für die Einwohner, denn die U-Bahn, die heuer ihr 25jähriges Jubiläum feiert, bringt die Schifahrer flott vom Parkplatz zur Einstiegstelle der Gondeln, die direkt auf die Berge sausen.
Tirols erste Ski-Lounge auf 2.000 m
Dieser Umstand erklärt auch die unglaubliche Ruhe, die in Serfaus herrscht. Es fehlt die Durchzugsstrasse und damit auch jegliche durch Autos ausgelöste Hektik. So kommen wir also ganz entspannt bei der Talstation an, wo uns die Gondel zum Show-Spektakel Adventure Night bringt.
In Tirols erster Ski-Lounge auf 2.000 m erwartet uns erst mal ein wunderbares Abendessen. Mit so viel Raffinesse hatten wir am Berg gar nicht gerechnet. Konfrontiert mit der neuen Tiroler Eßklasse, war es schwer unsere Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu lenken. Als jedoch die Laser-Show am Berg losging und wunderbare Projektionen auf den Berg zeichnete, standen wir schon gespannt am Balkon, um das Spektakel Moments voll und ganz zu genießen.
Kulinarische und Geschwindkeits-Highlights am zweiten Tag

Am nächsten Tag warteten traumhafte Firnhänge darauf, entdeckt zu werden. Unsere (fast) verdiente Pause machten wir in der neuen
Zirbenhütte eine Hütte die kulinarische Überraschungen bot. Denn statt Erbsensuppe und Würstl wird dort vom Hirschcarpaccio bis Tafelspitz so manche Spezialität angeboten.Allzulange wollten wir uns dort dennoch nicht aufhalten, denn am Nachmittagsprogramm stand noch eine Tour mit dem
Serfauser Sauser, bei dem Luftpiloten in einem Körpergurt am Rücken an einem Seil befestigt werden und über die Almhänge fliegen. Nach der Bekanntgabe des (wahren) Lebendgewichtes landete jeder von uns in einigen Gurten und sauste schließlich mit 65 Sachen über die Pisten. Circa 90 Meter über den Köpfen der Schifahrer hinweg. Unten angekommen wankten wir mit etwas weichen Knien, die wohl kaum durch das Schifahren zu erklären waren, in Richtung Hotelsauna. An diesem Abend fielen alle schon sehr früh ins Bett, denn für den nächsten Tag war ein Aufstehen um 4 Uhr früh geplant.
Sonnenaufgang in den Bergen

Was wundervoll klingt, hat schon sehr früh angefangen. Vier Uhr ist keine wirklich christliche Zeit und dennoch ist die Neugierde auf das Naturspektakel höher als die Müdigkeit. Mit einem umgebauten Pistengerät dem Masner Express ging es hinauf auf den Pezid. Einen Berg mit 2.770 Meter Höhe.
Sanfte Rottöne verdrängen das Dunkel der Nacht und das Leuchten der Morgenröte zaubert ein sanftes Lächeln in alle Gesichter. Glückseligkeit macht sich breit, als die Sonne mit jeder Minute kräftiger wird und die vielen Bergspitzen in ein sanftes Licht taucht. Auf der Skihütte Masner wartet dann ein kräftiges Frühstück auf uns.
Danach wird bereits um 7.30 ein Lift extra für uns angeworfen. Noch bevor andere Schifahrer auf unsere Höhe kommen, sausen wir bereits Hang für Hang hinunter. Bis uns der zarte Ruf des Mittagessens ins Restaurant Lassida holt. Dort werden mit bodenständiger Schifahrerkost verwöhnt. Angenehm überraschend ist das Angebot für Glutenallergiker.
Da die Sonne noch immer in voller Pracht auf die gleißenden Pisten leuchtet, halten wir uns gar nicht lange auf und sausen über die wundervollen Hänge. Schade, dass die Zeit, wie immer viel zu schnell vergeht.
Fazit: Die Wintersportregion Serfaus-Fiss-Ladis liegt auf 1.400 m Höhe und wird von mächtigen 3.000er Bergen der Samnaungruppe und der Ötztaler Alpen umrahmt. 190 km bestens präparierte Pisten mit 70 Beförderungsanlagen erfüllen Wintersportlern alle Wünsche. Kulinarisch hat sich die Region sehr erfolgreich aufgewertet und das Zusatzangebot rund um das Schifahren qualitativ sehr gut und einfallsreich.
Hoteltipps:Hotel Schalber (
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Autor:
Lisa Grüner
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