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Expertenforum Job & Karriere

Frage: Probleme beim beruflichen Wiedereinstieg

Sehr geehrte Damen & Herren!!
Da ich im Moment nicht genau weiß wohin ich mich wenden soll, aber ihre Seite gefunden habe, wende ich mit Hilfe und ratsuchend an Sie!
Mein ganzes Dilema begann ungefähr 1997. Meine Tocher war gerade 4 Jahre, da begann ich für 20 Stunden in der Woche in einer Textilreinigungsannahmestelle zu arbeiten. Nach 14 Monaten musste die Firma schließen.

1998 besuchte ich einen Berufsorientierungskurs wonach sich herausstellte, das ich als Farb- und Typberater arbeiten möchte. Leider gab es zu diesem Zeitpunkt diesbezüglich in Wien noch keine geeigneten Kurse. Kurse gab es nur in Deutschland für 2 - 3 Monate, jedoch der Zeitpunkt war schlecht, da meine Tochter gerade in die 1. Klasse kam. Somit wurde daraus auch nichts.

Nächster Schritt, die Eröffnung eines Näh- und Zubehörgeschäftes, dass leider an den finanziellen Mitteln scheiterte. Wieder ein halbes Jahr umsonst investiert.

Da ich gelernte Friseurin bin, begann ich als Mädchen für alles in einem Friseurbetrieb, nach und nach wurde mir angeboten mich wieder mehr Haartechnisch zu integrieren. Es lief ein, zwei Monate ganz gut, bis die Freundin und Mitarbeiterin meiner Chefin ihr eigenes Geschäft eröffnete. Ab diesem Zeitpunkt wurde ich systematisch gemobbt. Daraufhin bekam ich Schwindelattacken, Angstzustände, Übelkeit, etc.., es war mir zeitweise kaum mehr möglich das Haus zu verlassen.

Es begannen Monate lange Untersuchungen die aber kein Ergebnis brachten. Ich begann mit Büchern über alternative Heilmethoden mich selbst wieder auf die Beine zu bringen und ich merkte nach und nach, dass es mir wieder besser ging.

2004 begann ich mit Malerei und Reiki und umso mehr ich mich damit beschäftigte und meine Erfahrungen weitergab, wusste ich, dass dies das Ziel ist, damit beruflich einzusteigen. Leider will am Arbeitsamt keiner richtig verstehen, dass ich weiß welche Arbeit für mich geeignet ist und stoße immer wieder auf taube Ohren, werde hin und her geschickt. Ich lande meistens immer am selben Ausgangspunkt, was mich wieder seelisch zurück wirft und ich immer wieder von neuem Beginnen kann.

Im Moment ist es so, ich bekomme finanzielle Unterstützung vom Sozialamt und vom Arbeitsamt, im normalfall!!! Ich habe ein halbesjahr lang auf die Unterstützung des AMS' verzichtet (280 Euro). Für die volle Unterstützung vom Sozialamt muss man aber am AMS gemeldet sein, um den ''Arbeitswillen'' zu zeigen.

Ich versuche seit 2 Jahren eine andere Lösung zu finden, um aus dieser Abhängigkeit der Ämter herauszukommen, leider ein schwieriges Unterfangen. Durch dieses ganze hin und her, geht es mir im Moment nicht gut, ich holte mir vor 2 Wochen beim AMS einen neuen Antrag und fragte die Dame bei der Anmeldung, falls es mir nicht gut gehen sollte, ob den Antrag auch meine Tochter (17 Jahre) abgeben darf. Es wurde mir gesagt, das alles korrekt ausgefüllt werden sollte, dann sei das kein Problem. Ein paar Tage später hatte ich einen Termin bei meinem Betreue um 9 Uhr, leider quälte mich an diesem Tag Übelkeit und Schwindel (warscheinlich weil ich wieder etwas tun musste, was mir widerstrebt) rief bei der Rezeption an und fragte wielange man ohne Termin kommen kann. Als Antwort bekam ich - ''heute bis 13 Uhr''. Nach Einnahme von Kreislauftropfen und einigen Atemübungen setzt ich mich mit meinem letzten Euros ins Taxi und kam 5 nach 12 Uhr dort an. Der nette Herr wollte mir zuerst einen neuen Termin geben, weil angeblich es nicht richtig ist, dass man ohne Termin bis 13 Uhr kommen darf??? Ich blieb aber hartnäckig .. sein Kommentar war nur ''wegen Ihnen kann ich jetzt keine Kaffeepause machen''.

Heute war die Abgabe des Neuantrages beim AMS. Meine Tochter ging mit den Unterlagen und ihrem Ausweis hin. Die Dame meinte nur, dass sie den Antrag ab nur mit einer Vollmacht meinerseits entgegen nehmen kann. Somit bekamen wir wieder einen neuen Termin. Das heißt im Moment habe ich weder Geld vom Sozialamt, weder vom Arbeitsamt. Noch dazu meinte Sie, wenn es mir nicht gut geht (interessiert aber keinen warum) solle ich einen Pensionsantrag stellen, was ich nicht zum erstenmal hörte.

Ich hatte meinen Betreuer schon des öfteren darauf hingewiesen, das ich nicht in Pension gehen möchte, sondern lediglich eine Unterstützung auf dem Weg meines beruflichen Zieles benötige.
Zurzeit komme ich mir von den Ämtern verlassen und hin und her geschoben vor und werde permanent als Arbeitsunwillig hingestellt. Ich kümmere mich zurzeit um meine Homepage, habe Visitenkarten bestellt und weiß auch schon wo ich arbeiten kann. Es vergeht kaum ein Tag, wo ich mich befasse mein Ziel zu erreichen.

Frage an Sie, wie kann ich es schaffen, eine klare Linie zu finden und die richtige Unterstützung zu bekommen?!
Viel Dank
Mit freundlichen Grüßen
M. M.

Antwort: Probleme beim beruflichen Wiedereinstieg

Sehr geehrte Fr. M.,

die Situation, die Sie beschreiben, klingt nach einem langen Leidensweg, den Sie hinter sich haben. Mein Rat an Sie ist, holen Sie sich professionelle Unterstützung, um psychisch und gesundheitlich wieder auf die Beine zu kommen.

Meiner Meinung nach ist das wesentlich, um Ihren beruflichen Neustart in Angriff nehmen zu können. Eine Therapie kann Ihnen helfen, Ihre Angstzustände und Schwindelattacken los zu werden und sich seelisch und körperlich stabil zu fühlen. Es gibt Psychotherapiestellen auf Krankenschein. Informationen und Kontaktdaten von Psychotherapeuten finden Sie auf http://www.psyonline.at/.

Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Nicole Hoberstorfer



 
 

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