Wie ist Alice Schwarzer die geworden, die sie ist? Und vor allem: Wer
ist sie überhaupt? Diesen Fragen geht die Autorin und Frauenrechtlerin jetzt in
ihrem autobiografischen Buch Lebenslauf auf den
Grund.
Die Autorin Alice Schwarzer hat zahlreiche Porträts und Biografien geschrieben, u.a. über Marion Gräfin Dönhoff und Romy Schneider. Ein autobiografisches Buch über ihren eigenen Lebensweg jedoch gab es bisher nicht.
»Ich bin in der etwas speziellen Lage, dass es ein
öffentliches Bild von Alice Schwarzer gibt. Man glaubt zu wissen, wer ich bin,
obwohl ich nur sehr selten öffentlich über mich selber geredet und kaum je über
mich geschrieben habe. Manches von diesem Schwarzer-Bild basiert auf meinen
Texten, meinem politischen Engagement und meinen öffentlichen Auftritten. Doch
viel ist geprägt von Klischees. Dass meine Realität in weiten Strecken so ganz
anders aussieht als diese Projektionen, auch das gilt es zu sagen.
Ich bin gespannt auf diesen Streifzug durch mein eigenes Leben.«
Alice Schwarzer im Vorwort zu
Lebenslauf
»Es ist das spannende Bild einer Epoche und einer ungewöhnlichen Frau.« Brigitte
»Nun macht Schwarzer noch einmal
eindrucksvoll deutlich, was sie geleistet hat. Erteilt uns Nachgeborenen eine
Lektion in Feminismusgeschichte [...].« WAZ
»Für sie ist der Motor ihres Handelns ein unbedingter Gerechtigkeitssinn. In ihrem leidenschaftlichen Kampf für Frauenrechte ist ihr jedes Mittel recht, das vielleicht moralisch fragwürdig, aber politisch schlagkräftig ist. Sie ist eine Frau, die brennt. Ein wirklich privates Buch, das ins empfindsame Löwenherz einer Kämpferin schaut, ist Lebenslauf aber nicht geworden.« Tagesspiegel, Gunda Bartels
»Sie trägt mit Vorliebe Miniröcke.
Sie liebt Mode, hat kurze Kleider von Marimekko und Kostüme von Yves Saint
Laurent. Sie schminkt sich. Sie schwärmt für James Dean. Wenn das keine Frau
ist, mit der sich neue deutsche Mädchen und Postpostfeministinnen
identifizieren können. Eine Frau, die der sexaffinen Charlotte Roche einiges
erzählen könnte.«
taz, Heide
Oestreich
»Die Autobiografie von Alice
Schwarzer ist eine Sensation. Sie zeigt die junge Feministin zwischen Sexappeal
und Intellekt. Es geht in dieser Geschichte nicht einfach darum, wie sie zur
Feministin wurde, sondern wie sie zur Frau wird. Das Porträt, das sich nach und
nach vor einem aufpixelt, ist spektakulär, nicht nur, weil es eine bis jetzt
unbekannte Alice Schwarzer zeigt, sondern auch, weil es ein anderes Frauenbild
entwirft eines nämlich, das kaum schillernder, attraktiver, intelligenter,
kurz: das wohl nicht zeitgemäßer sein könnte.« Welt am Sonntag
»Ihr Buch ist keine Analyse des
eigenen Werdens, sondern ein Abriss des Lebens einer Frau, die die
Geselleschaft verändert hat. Das allerdings liest sich spannend genug.«
Schaumburger
Nachrichten
»Alice Schwarzer erzählt
von Alice Schwarzer und von einem Teil deutscher Nachkriegsgeschichte
spannend, authentisch, berückend. Im Lauf der Jahre war sie den erstaunlichsten
Anfeindungen und Verunglimpfungen ausgesetzt, die man hier nachlesen kann.
Meines Erachtens nach (
) schöpft die Ausdrucksweise aus dem Erbe des alten
Antisemitismus, der sich auf den Antifeminismus verlagert hatte und setzt ihn
mit denselben höhnischen, menschenverachtenden Gesten fort. (Schwarzers) Maßstab
ist immer die Gleichberechtigung und die Menschenwürde.« Literarische Welt,
Ruth Klüger
»Ihre Lebensgeschichte
ist die Geschichte eines grandiosen Aufstiegs und eines noch grandioseren
Bestehens über Jahrzehnte. Kaum eine Frau in Deutschland ist aus eigener Kraft
und ohne jede Hilfe von Männern je höher aufgestiegen. Noch nicht einmal die
Bundeskanzlerin. Keine ist übler (Schwanz-ab-Schwarzer), verletzender (Die
Hexe mit dem stechenden Blick) und vernichtender kritisiert worden, als sie.
Alice Schwarzer hat sieben Leben. Und seit Kinderzeit eine Katze.« Stern
»Die Kluft zwischen Selbst- und
Fremdbild der Alice Schwarzer könnte kaum größer sein. Das macht ihre
Autobiografie zu einer kleinen Sensation. Entblättert die 68-Jährige doch,
getrieben von Neugier auf sich selbst, Seiten ihres Lebens, die sie bisher
bewusst verborgen hielt.« Der
Westen, Britta Heidemann
»Fünfzehn glänzende
Kapitel: ein getupftes Bild der Bundesrepublik und vom Paris der fünfziger bis
siebziger Jahre. Eine Geschichte der beginnenden französischen und der
westdeutschen, dann deutsch-deutschen Frauenbewegung. Eine berufs- und
geschlechtersoziologische Studie. Das alles macht den biographischen Rückblick
von Alice Schwarzer so unbedingt lesenswert. Eines weiß jede und weiß jeder,
legt sie oder er das Buch nach Lektüre des Anhangs beiseite: Die frustrierte
Emanze hat es nie gegeben. Sie ist eine lachhafte und die vermutlich erbärmlichste
Erfindung der Welt.« FAZ, Petra Gehring
»Die Alice Schwarzer
kannte man so bislang noch nicht. Eine, die als Mädchen für Elvis schwärmt. Die
mit 14 am Waldrand den ersten Jungen küsst. Mit den Freundinnen per Autostopp
nach Hamburg, München, Paris, Nizza trampt. An den Freund in Paris schreibt sie
damals so herzergreifend leidenschaftliche Sätze wie: Ich sterbe vor Hunger
auf Alles! Absolut Alles! und: Unsere Pläne sind viel zu bürgerlich. Ich will
einen großen Schritt machen. Etwas Neues. Mich befreien! Und dazu diese
Bilder! Das Erstaunlichste an diesem Buch ist allerdings ihre damalige
politische Haltung. Wenn man liest, wie stark Schwarzer sich einmal als links verortete,
wie sie jede Form von Konservatismus und Spießbürgerlichkeit verachtet hat und
als junge Journalistin in Paris vor allem aus den Fabriken berichtete, dann
wird es umso unverständlicher, wie sie 30 Jahre später eine konservative
Kanzlerin unterstützen kann, nur weil diese eine Frau ist.« Die Zeit, Chris
Köver
»Ihr Buch ist keine
Analyse des eigenen Werdens, sondern ein Abriss des Lebens einer Frau, die die
Gesellschaft verändert hat. Das allerdings liest sich spannend genug.« Stuttgarter
Zeitung
»Die Feminismus-Ikone
spricht in ihrer beindruckenden Biografie Tacheles. [...] Exzellent
geschrieben, differenziert in seinen Urteilen. [...] überraschend, hellsichtig,
spannend. [...] Die Schwarzer, die hier schreibt ist eine kluge, erfahrene
Frau, die sehr differenziert beobachtet und argumentiert, die einen klaren
Blick auf eigene Gewinne und Verluste hat und sich konstant der Vermittlung
zwischen verschiedenen Milieus, zwischen Mitte und Rändern, Männern und Frauen
verpflichtet fühlt. Und schon garnicht kann man sich der Bewunderung angesichts
ihres Durchhaltevermögens und ihrer Nehmerqualitäten erwehren.« Format
Lebenslauf
ISBN: 978-3-462-04350-1
Erscheinungsdatum: 15. September 2011
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