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Alice Schwarzer: Lebenslauf

"Was hat mich geprägt? Und: "Was habe ich daraus gemacht?"

Cover Alice Schwarzer; Bildquelle: Kiepenheuer & WitschWie ist Alice Schwarzer die geworden, die sie ist? Und vor allem: Wer ist sie überhaupt? Diesen Fragen geht die Autorin und Frauenrechtlerin jetzt in ihrem autobiografischen Buch Lebenslauf auf den Grund.

 

Die Autorin Alice Schwarzer hat zahlreiche Porträts und Biografien geschrieben, u.a. über Marion Gräfin Dönhoff und Romy Schneider. Ein autobiografisches Buch über ihren eigenen Lebensweg jedoch gab es bisher nicht.

Nun ist es soweit. In großer Offenheit schreibt sie über das, was sie geprägt hat – und was sie daraus gemacht hat. Über die politisierte Großmutter und den fürsorglichen Großvater, über ihr schwieriges Verhältnis zur Mutter. Über ihre Kindheit auf dem Dorf und die Jugend in Wuppertal. Über beste Freundinnen und den ersten Kuss. Über Ausgrenzung und Gewalt. Über Freundschaft und Liebe. Über Swinging Schwabing in den 60ern und die 68er-Jahre als Reporterin bei pardon. Über ihr Leben als Korrespondentin und den euphorischen Aufbruch der Pariser Frauenbewegung. Über ihre frühen feministischen Aktionen gegen den § 218 und den Skandal vom »Kleinen Unterschied« – bis hin zur EMMA-Gründung.

Es gibt wohl kaum eine Person des öffentlichen Lebens in Deutschland, die über Jahrzehnte in einem solchen Übermaß Bewunderung und Aggressionen erfahren hat und erfährt wie Alice Schwarzer. Sie ist die Stimme in Deutschland für die Rechte der Frauen. Zugleich ist sie eine der herausragendsten Journalisten und Essayisten des Landes, Autorin zahlreicher Bestseller und Blattmacherin. Ihre Leidenschaft, ihre Konfliktfähigkeit und ihr kämpferischer Elan sind Legende.

In dieser Autobiografie erfahren wir, was die Wurzeln und Prägungen von Alice Schwarzer sind und wie sich daraus die Motive ihres Lebens entwickelt haben.

 

Alice Schwarzer im Vorwort über ihre Motivation, Lebenslauf zu schreiben: 

 »Ich bin in der etwas speziellen Lage, dass es ein öffentliches Bild von Alice Schwarzer gibt. Man glaubt zu wissen, wer ich bin, obwohl ich nur sehr selten öffentlich über mich selber geredet und kaum je über mich geschrieben habe. Manches von diesem Schwarzer-Bild basiert auf meinen Texten, meinem politischen Engagement und meinen öffentlichen Auftritten. Doch viel ist geprägt von Klischees. Dass meine Realität in weiten Strecken so ganz anders aussieht als diese Projektionen, auch das gilt es zu sagen.
Ich bin gespannt auf diesen Streifzug durch mein eigenes Leben.«
Alice Schwarzer im Vorwort zu Lebenslauf

 

 

Pressestimmen zu Lebenslauf:

 

»Es ist das spannende Bild einer Epoche und einer ungewöhnlichen Frau.« Brigitte

 

»Nun macht Schwarzer noch einmal eindrucksvoll deutlich, was sie geleistet hat. Erteilt uns Nachgeborenen eine Lektion in Feminismusgeschichte [...].« WAZ

»Für sie ist der Motor ihres Handelns ein unbedingter Gerechtigkeitssinn. In ihrem leidenschaftlichen Kampf für Frauenrechte ist ihr jedes Mittel recht, das vielleicht moralisch fragwürdig, aber politisch schlagkräftig ist. Sie ist eine Frau, die brennt. Ein wirklich privates Buch, das ins empfindsame Löwenherz einer Kämpferin schaut, ist Lebenslauf aber nicht geworden.« Tagesspiegel, Gunda Bartels

 

»Sie trägt mit Vorliebe Miniröcke. Sie liebt Mode, hat kurze Kleider von Marimekko und Kostüme von Yves Saint Laurent. Sie schminkt sich. Sie schwärmt für James Dean. Wenn das keine Frau ist, mit der sich neue deutsche Mädchen und Postpostfeministinnen identifizieren können. Eine Frau, die der sexaffinen Charlotte Roche einiges erzählen könnte.«
taz, Heide Oestreich

 

»Die Autobiografie von Alice Schwarzer ist eine Sensation. Sie zeigt die junge Feministin zwischen Sexappeal und Intellekt. Es geht in dieser Geschichte nicht einfach darum, wie sie zur Feministin wurde, sondern wie sie zur Frau wird. Das Porträt, das sich nach und nach vor einem aufpixelt, ist spektakulär, nicht nur, weil es eine bis jetzt unbekannte Alice Schwarzer zeigt, sondern auch, weil es ein anderes Frauenbild entwirft – eines nämlich, das kaum schillernder, attraktiver, intelligenter, kurz: das wohl nicht zeitgemäßer sein könnte.« Welt am Sonntag

»Ihr Buch ist keine Analyse des eigenen Werdens, sondern ein Abriss des Lebens einer Frau, die die Geselleschaft verändert hat. Das allerdings liest sich spannend genug.«
Schaumburger Nachrichten

»Alice Schwarzer erzählt von Alice Schwarzer und von einem Teil deutscher Nachkriegsgeschichte – spannend, authentisch, berückend. Im Lauf der Jahre war sie den erstaunlichsten Anfeindungen und Verunglimpfungen ausgesetzt, die man hier nachlesen kann. Meines Erachtens nach (…) schöpft die Ausdrucksweise aus dem Erbe des alten Antisemitismus, der sich auf den Antifeminismus verlagert hatte und setzt ihn mit denselben höhnischen, menschenverachtenden Gesten fort. (Schwarzers) Maßstab ist immer die Gleichberechtigung und die Menschenwürde.« Literarische Welt, Ruth Klüger

»Ihre Lebensgeschichte ist die Geschichte eines grandiosen Aufstiegs und eines noch grandioseren Bestehens über Jahrzehnte. Kaum eine Frau in Deutschland ist aus eigener Kraft und ohne jede Hilfe von Männern je höher aufgestiegen. Noch nicht einmal die Bundeskanzlerin. Keine ist übler (‚Schwanz-ab-Schwarzer’), verletzender (‚Die Hexe mit dem stechenden Blick’) und vernichtender kritisiert worden, als sie. Alice Schwarzer hat sieben Leben. Und seit Kinderzeit eine Katze.« Stern

»Die Kluft zwischen Selbst- und Fremdbild der Alice Schwarzer könnte kaum größer sein. Das macht ihre Autobiografie zu einer kleinen Sensation. Entblättert die 68-Jährige doch, getrieben von ‘Neugier auf sich selbst’, Seiten ihres Lebens, die sie bisher bewusst verborgen hielt.«  Der Westen, Britta Heidemann

»Fünfzehn glänzende Kapitel: ein getupftes Bild der Bundesrepublik und vom Paris der fünfziger bis siebziger Jahre. Eine Geschichte der beginnenden französischen und der westdeutschen, dann deutsch-deutschen Frauenbewegung. Eine berufs- und geschlechtersoziologische Studie. Das alles macht den biographischen Rückblick von Alice Schwarzer so unbedingt lesenswert. Eines weiß jede und weiß jeder, legt sie oder er das Buch nach Lektüre des Anhangs beiseite: Die „frustrierte Emanze“ hat es nie gegeben. Sie ist eine lachhafte und die vermutlich erbärmlichste Erfindung der Welt.« FAZ, Petra Gehring

»Die Alice Schwarzer kannte man so bislang noch nicht. Eine, die als Mädchen für Elvis schwärmt. Die mit 14 am Waldrand den ersten Jungen küsst. Mit den Freundinnen per Autostopp nach Hamburg, München, Paris, Nizza trampt. An den Freund in Paris schreibt sie damals so herzergreifend leidenschaftliche Sätze wie: “Ich sterbe vor Hunger auf Alles! Absolut Alles!” und: “Unsere Pläne sind viel zu bürgerlich. Ich will einen großen Schritt machen. Etwas Neues. Mich befreien!” Und dazu diese Bilder! Das Erstaunlichste an diesem Buch ist allerdings ihre damalige politische Haltung. Wenn man liest, wie stark Schwarzer sich einmal als links verortete, wie sie jede Form von Konservatismus und Spießbürgerlichkeit verachtet hat und als junge Journalistin in Paris vor allem aus den Fabriken berichtete, dann wird es umso unverständlicher, wie sie 30 Jahre später eine konservative Kanzlerin unterstützen kann, nur weil diese eine Frau ist.« Die Zeit, Chris Köver

»Ihr Buch ist keine Analyse des eigenen Werdens, sondern ein Abriss des Lebens einer Frau, die die Gesellschaft verändert hat. Das allerdings liest sich spannend genug.« Stuttgarter Zeitung

»Die Feminismus-Ikone spricht in ihrer beindruckenden Biografie Tacheles. [...] Exzellent geschrieben, differenziert in seinen Urteilen. [...] überraschend, hellsichtig, spannend. [...] Die Schwarzer, die hier schreibt ist eine kluge, erfahrene Frau, die sehr differenziert beobachtet und argumentiert, die einen klaren Blick auf eigene Gewinne und Verluste hat und sich konstant der Vermittlung zwischen verschiedenen Milieus, zwischen Mitte und Rändern, Männern und Frauen verpflichtet fühlt. Und schon garnicht kann man sich der Bewunderung angesichts ihres Durchhaltevermögens und ihrer Nehmerqualitäten erwehren.« Format


Cover Alice SchwarzerLebenslauf

ISBN: 978-3-462-04350-1

Erscheinungsdatum: 15. September 2011
464 Seiten, gebunden
Mit zahlreichen Fotografien und einem Anhang aus autobiografisch-journalistischen Dokumenten.

www.kiwi-verlag.de




 
 
 
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