In Amerika bereits Kult: die Serie "Mad Men" rund um Don Draper, einem umtriebigen Kreativchef im New York der 60er Jahre. Die Drama-Serie wurde bereits zum dritten Mal in Folge mit dem Emmy ausgezeichnet.
Don Draper (Jon Hamm) ist ein smarter Enddreißiger, der die Schmierenkomödie der egozentrischen Werbewelt perfekt beherrscht. Als einer der selbsternannten "Mad Men" der Madison Avenue konnte er mit seinen herausragenden Fähigkeiten als Texter bereits den einen oder anderen Coup landen. Nach der Arbeit pendelt er zwischen seiner aufregenden Geliebten Peggy Olson und seiner entzückenden Ehefrau Betty, die als Hausfrau und Mutter die perfekte Vorstadtidylle aufrecht erhält. Das Leben könnte so schön sein, wäre da nicht noch die eigene Vergangenheit, die drauf und dran ist, die mühsam errichtete Fassade des nonchalanten
Werbestars zum Einstürzen zu bringen.
Das Prädikat "sehenswert" erhält die Serie von uns wegen der Modewelt der 60er Jahre, die perfekt präsentiert wird. Viele Modedesigner haben sich übrigens von der Serie in ihren aktuellen Kollektionen inspirieren lassen - von Dior über Boss bis Prada. Außerdem finden wir den Einblick in
die Werbewelt der 60er Jahre überaus interessant.
Gewöhnungsbedürftig hingegen ist die Allgegenwärtigkeit der Zigarette in der Serie, ist zwar authentisch für die Zeit, aber für Personen, die sich das Rauchen abgewöhnt haben, eher eine Herausforderung. Auch schräg ist die Rolle der Frau: Männer haben das Sagen und Frauen sind Freiwild. Sexuelle Belästigung im Büro war anscheinend damals noch ein Fremdwort.

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