Hier präsentieren wir Ihnen eine interessante und spannende Kolumne einer jungen Mutter über den neuen Alltag zwischen Windelwechseln und Forschungsarbeit. Marita Haas ist promovierte Wirtschaftswissenschafterin und wagte sich vier Monate nach der Geburt ihrer Tochter an das Projekt "Wiedereinstieg". Die Kolumne ist in "beziehungsweise", der Zeitschrift des ÖIF (Österreichisches Institut für Familienforschung, Universität Wien) erschienen.
Das Baby liegt quer über meinen Oberschenkeln und schläft. Es ist 08:00 Uhr. Mit der rechten Hand versuche ich, an das Müsli heranzukommen, das mir mein Mann aufs Nachtkästchen gestellt hat, bevor er zur Arbeit gegangen ist. Alles wird anders, haben sie gesagt. Du wirst sehen, dein ganzes Leben verändert sich. Blödsinn, hab ich gesagt, was soll sich schon groß ändern? Lesen Sie hier, ob sich wirklich nichts geändert hat...
Ich bin Wissenschaftlerin. Als Wissenschaftlerin trägt man zu Beginn eines Projekts Informationen zusammen, liest, surft und diskutiert. Das habe ich gemacht. Ich besitze Babyjahre von Remo Largo, den Stillbuch-Klassiker von Hannah Lothrop, Neuheiten wie Das kompetente Kind von Jesper Juul und ein Taschenbuch zur Baby-Gymnastik, das griffbereit am Wickeltisch positioniert ist. Lesen Sie hier, wie weit die Theorie hilft...
Gestern treffe ich meine Nachbarin im Stiegenhaus. Und, wie lange bleibst du jetzt zu Hause? fragt sie und ich kann in ihren Augen sehen, dass die richtige Antwort irgendwo bei zwei Jahren liegt. Mindestens zwei Jahre, weil die Zeit ohnehin so schnell vergeht und weil die ersten Jahre ja nie zurückkommen. Wenn Ivalina vier Monate alt ist, gehe ich wieder arbeiten. Nein, nicht Vollzeit, sondern einen Tag in der Woche. Lesen Sie hier, wie Marita Haas den Wiedereinstieg geplant hat...
Jetzt, da ich im Auto vor dem Büro angekommen bin, möchte ich am liebsten umdrehen. Möchte umdrehen und einfach sagen: Die Mama ist wieder da, machen wir uns einen schönen Tag und mich zu meinem Mann und meiner Tochter ins Bett kuscheln. Dabei habe ich mich so sehr gefreut auf meinen ersten Arbeitstag. Darauf, dass ich nach vier langen Monaten wieder hohe Schuhe und einen Hosenanzug tragen kann. Lesen Sie hier, wie der Tag weiter ging...
Der Plan war gut. Und alle Beteiligten haben mitgeholfen, damit mein Vorhaben einen Wochentag im Büro zu verbringen, ein Erfolg wird: Mein Auftraggeber mit der Freitags-Regelung, meine KollegInnen mit den Freitags-Meetings, mein Mann mit dem Freitags-Urlaub. Ivalina allerdings wollte freitags auch etwas, nämlich die Mama. Lesen Sie hier, wie Ivalina den Plan auf den Kopf stellte...
Sag, fragt mich eine gute Freundin, deren Tochter einen Monat vor Ivalina auf die Welt gekommen ist, glaubst du, können wir überhaupt noch ein vernünftiges Gespräch abseits vom Babyalltag führen? Nein, das glaube ich nicht. Wie auch, wir beschäftigen uns rund um die Uhr mit unseren Kleinen und deren Anliegen. Ausreißer aus dem Alltag sind die Aktivitäten für Mütter mit Kleinkindern. Lesen Sie hier, wie so ein Jungmütter-Treffen abläuft...
Seit unser Kleiner auf der Welt ist, schläft der Papa im Wohnzimmer, berichtet mir eine Freundin. Weil er in der Früh aufstehen muss. Der Arme. Muss in der Früh aufstehen und arbeiten. Mama und Baby hingegen können weiterschlafen. Überhaupt ist es für die Papas eine ziemliche Doppelbelastung untertags die Arbeit und abends das Baby. Lesen Sie hier über die Arbeitsaufteilung in österreichischen Haushalten...
Ab September werde ich wieder auf Teilzeit-Basis arbeiten gehen, da die gewählte Kindergeld-Variante zu Ende geht. Die Betreuungsoptionen für 15 Monate alte Babys sind vielfältig. Wofür hast du dich entschieden?, frage ich eine Freundin, die im Juni wieder arbeiten wird. Entschieden? sagt sie, Wir sind hier südlich von Wien. Du musst nehmen was du kriegen kannst! Lesen Sie hier, wie Marita Haas die Kinderbetreuung gelöst hat.Finale: Der erste Geburtstag naht
Meine Kolumne sei abschreckend, sagt mir eine Freundin, die ich als Karrierefrau bezeichne. Abschreckend, wenn man sich - so wie sie - überlegt, ob man mit 37 nicht doch ein Kind bekommen sollte. Wenn man versucht, sich selbst davon zu überzeugen, dass es so schlimm gar nicht sein kann und dass man Arbeit und Familie sehr wohl unter einen Hut bringen würde. Lesen Sie hier, die Sichtweise von Marita Haas und die Sichtweise Ihres Mannes.

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