Berufstätige Mütter im Home Office So schaukeln Sie Büro und KindFamilie und Beruf unter einen Hut zu bringen, ist immer ein Balanceakt. Eine Alternative, relativ bald nach der Babypause wieder in den Job zurückzukehren und trotzdem für die Familie da sein zu können, bietet das Home Office.
Aber Achtung: Auch wenn der Chef grünes Licht für dieses Arbeitsmodell gibt und Sie sich mit Ihrem Partner abgesprochen haben, muss die Arbeit von zu Hause gut geplant sein besonders mit kleinen Kindern. Wer sich für diese Variante entscheidet egal ob angestellt oder als freier Mitarbeiter, sollte unbedingt einige Tipps beherzigen:
Selbstdisziplin. Die Ablenkungen am Arbeitsplatz zu Hause sind groß hier noch schnell ein bisschen Hausarbeit erledigen, ein paar Seiten im spannenden Buch lesen, die beste Freundin anrufen usw. So kann man den lieben langen Tag vertrödeln und gerät dann unmäßig in Stress, um die geforderte Arbeit zu erledigen. Organisieren und strukturieren Sie Ihren Arbeitstag, setzen Sie sich Termine und halten Sie sich daran und kleiden Sie sich so, als würden Sie ins Büro gehen (im Pyjama fallen geschäftliche Telefonate deutlich schwerer als im Business-Outfit).
Workaholic-Gefahr. Durch die fehlende Distanz zum Büro und die ständige Verfügbarkeit durch elektronische Medien besteht die Gefahr, nicht abschalten zu können und selbst beim Abendessen noch das Telefon zu beantworten oder Mails zu checken. Machen Sie bewusst Feierabend, räumen Sie Ihren Schreibtisch auf, fahren Sie den Computer herunter und schließen Sie die Bürotür.
Netzwerk. Wenn Sie alleine von zu Hause aus arbeiten, kann Ihnen gelegentlich die Decke ganz schön auf den Kopf fallen. Machen Sie sich regelmäßig Lunch-Termine aus oder vereinbaren Sie mit Ihrem Chef, dass Sie einen halben Tag pro Woche im Büro arbeiten.
Kinderbetreuung. Für die produktive Arbeit von zu Hause benötigen Sie ein umfassendes, verlässliches Netz an Babysittern. Am einfachsten und maximal flexibel ist die Kinderbetreuung durch eine professionelle Nanny, aber das ist auch die teuerste Variante und für die meisten Mütter nicht leistbar (Kosten ca. EUR 1.500 brutto/Monat). Aber mittlerweile gibt es auch für die Kleinsten schon leistbare Alternativen: Au-pair (ca. EUR 350/Monat + Versicherung + Kost/Logis), Kinderkrippen (ca. EUR 140/Monat + Essen), Leihomas/opas (EUR 5-8/Stunde), Babysitter (EUR 5-8/Stunde) oder Tagesmütter (ab EUR 2,50/Stunde). Auch wenn Ihre Kinder hier gut untergebracht sind, gibt es immer wieder Notfälle wie Krankheit des Kindes, Absage durch Betreuungsperson oder Ferien in der Kinderkrippe. Für diese Fälle brauchen Sie ein Reserve-Netz durch Einspringen von Partner, Verwandten, Freunden oder Nachbarn.

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