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Vorhang auf für neue Ideen (Teil 3)

Wie Kinder kreative Potenziale freisetzen

Jessica Wehdorn mit ihren beiden TöchternDieses Mal stellen wir Jessica Wehdorn vor, Architektin und Inhaberin des Kinder-Design-Ateliers „Pepita“. Sie sagt über sich selbst: „Eigentlich bin ich Architektin, auf den Kopf gestellt haben alles meine beiden Töchter“. Bis zur Geburt ihrer ersten Tochter vor dreieinhalb Jahren arbeitete sie als selbständige Architektin, zuletzt an einer Machbarkeitsstudie in Äthiopien, und genoss diese Arbeit. Besonders gefiel ihr, dass sie bei jedem Projekt wieder viel dazu lernte. Nach der Geburt war sie 9 Monate in Karenz, wobei sie auch in dieser Zeit sporadisch gearbeitet hat.

Zu ihrem heutigen Tätigkeitsfeld ist sie eigentlich durch Zufall gekommen. Sie war auf der Suche nach „besonderer“ Kleidung für ihre Tochter und hat sich dafür an kleine Werkstätten gewandt. Dort ließ sie die ersten Stücke fertigen, wobei Schnitte und Details meist mehrfach geändert werden mussten, bis sie kindertauglich waren. So entwickelte sich ein aktiver Dialog mit den Designern und die entstandenen Kleidungsstücke wurden mit Begeisterung aufgenommen, nicht nur von Erwachsenen, sondern insbesondere von den Kindern.

"Schwanger“ mit einer Geschäftsidee

Als Tochter Antonia dann in den Kindergarten ging, war grünes Licht für ein eigenes Unternehmen. Erste Musterkollektionen wurden entworfen und die Betriebsgründung rückte näher. Da wurde Jessica Wehdorn erneut schwanger und dachte zuerst, das ginge sich alles gemeinsam nicht aus. Aber der Plan zur Unternehmensgründung war schon gefasst und sollte nicht so leicht umgestoßen werden. Einen Monat vor der Geburt der zweiten Tochter Rubina feierte das Atelier „Pepita“ mit dazugehörigem Online-Shop Eröffnung. Eine Woche nach der Geburt war Jessica Wehdorn wieder im Geschäft.

Kraft schöpft sie durch die Freude an dieser Arbeit, an der Zusammenarbeit mit Kindern, die sie immer wieder inspirieren und mit Designerinnen, die sich in einer ähnlichen Lebensphase befinden. Großen Rückhalt erhält sie aber vor allem durch ihre Familie. Beide Töchter spüren, wie viel Spaß die Mama täglich mit ihrer Arbeit hat und beide helfen fleißig mit. Antonia, die ältere, ist eine großartige Kritikerin und Mama`s liebstes Fotomodel.

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