Den Start unserer neuen Serie über Mütter, die sich in der Karenz beruflich neu orientiert haben, macht Barbara
Foidl, Online-Shop-Betreiberin und Mutter der dreijährigen Frida. Die
ausgebildete Tierärztin hat vor der Geburt ihrer Tochter an einem
veterinärmedizinischen Institut gearbeitet, eine Arbeit, die sie voll
ausgefüllt, aber auch sehr gefordert hat, besonders zeitlich. So mussten auch
Versuche am Wochenende durchgeführt und kontrolliert werden. Foidl konnte sich
daher eine Rückkehr in ihren alten Job nach der Geburt ihrer Tochter schwer
vorstellen.
Den Freiraum, den ihr die Karenz bot, nutzte die 37-jährige, um ihr Interesse an Handarbeit und Design intensiv auszubauen. Als sie selbst Mutter wurde, setzte sie sich zwangsläufig mit Kindermode auseinander. Die gängigen Bodys und T-Shirts erfüllten aber nicht ihre Ansprüche an Individualität. So kam sie auf die Idee, selbst Baby- und Kinderkleidung mit individuellen, gestickten Schriftzügen zu produzieren: das Label Herzibinki war geboren.
Ihr Mann mit einem (relativ) sicheren Job gab der Jungunternehmerin, die Sicherheit sich auf finanziell unsicheres Terrain zu begeben. Dennoch hat sie den Blick auf die Finanzen nie aus den Augen verloren. Ich habe mir immer finanzielle Limits gesetzt und nur im überschaubaren Rahmen investiert, so Foidl weiter. Bei der Kinderbetreuung kann sich Foidl ebenfalls auf ihren Mann und die beiden Omas verlassen. Außerdem geht Frida, seit sie 1 ¾ Jahre alt ist, vormittags in den Kindergarten. So hat Foidl ausreichend Zeit, sich ihrem zweiten Baby Herzibinki zu widmen und kann auch auf interessanten Messen und Ausstellungen teilnehmen. Sie genießt es, ihr eigener Chef zu sein und selber steuern zu können, was geht und was eben nicht.
Monica Weinzettl über ihre neue Leidenschaft
Kinder und Karriere - es geht!
Schafft die deutsche Familienministerin den Spagat zwischen Karriere und Kind?
Wiedereinstieg: Buchtipp "Muttertier @n Rabenmutter"

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