Jobwechsel als Chance in der Krise
Umfrage zeigt: Fast 90 Prozent der Arbeitnehmer würden für einen neuen Job die Branche wechseln

Das weltweite Wirtschaftsklima wirkt sich auf besondere Weise auf die Wechselwilligkeit der Arbeitnehmer aus: Insgesamt 89 Prozent der weltweit befragten Angestellten würden derzeit auch eine Stelle in einer anderen Branche annehmen, lautet ein Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Karriereportals Monster.
Von allen Befragten gaben 49 Prozent an, dass sie zurzeit versuchen, sich beruflich zu verändern und deshalb ein Branchenwechsel für sie in Betracht käme. 18 Prozent antworteten, dass ihre Branche unter der gegenwärtigen Wirtschaftskrise leidet und sie daher offen für einen Branchenwechsel wären. Lediglich elf Prozent aller Umfrageteilnehmer erklärten, dass ein Job in einer anderen Branche für sie nicht in Frage käme.
Ergebnisse der globalen Umfrage auf einen Blick:
Würden Sie einen Job in einer anderen Branche annehmen?Ja, ich wollte mich beruflich sowieso verändern. 49%
Ja, da es meiner Branche in der momentanen Wirtschaftslage nicht gut geht. 18%
Vielleicht, ich nehme den ersten Job, den ich kriegen kann. 22%
Nein, derzeit kann ich mir nicht vorstellen, einen Job in einer anderen Branche anzunehmen. 11%
Bezeichnenderweise gaben 22 Prozent der weltweit befragten Arbeitnehmer an, dass sie den erstbesten Job annehmen würden, der ihnen angeboten wird unabhängig davon, ob es eine Stelle in ihrer derzeitigen Branche wäre oder nicht. Generell zeigt sich, dass nur wenige der Umfrageteilnehmer gar nicht bereit waren, einen anderen Berufszweig in Betracht zu ziehen.
Die derzeitige Wirtschaftskrise bringt Bewegung in den Arbeitsmarkt. Ein Jobwechsel sollte als Chance zur beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung gesehen werden, so Barbara Wiesinger, Country Manager & Sales Director bei Monster Woldwide Austria. Monster hilft Angestellten, die sich verändern möchten mit seinem Online-Karriereportal, neue Handlungsmöglichkeiten auszuloten und so erfolgreich mit einem neuen Job, vielleicht auch in einer anderen Branche, durch zu starten.
Spanier am wechselwilligsten - Österreicher etwas zögerlicher
Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass spanische Arbeitnehmer am ehesten bereit sind, die Branche zu wechseln - 92 Prozent gaben hier an, darüber nachzudenken. Welche Auswirkungen die Weltwirtschaftskrise auf Spanien hat, wird auch daran deutlich, dass 44 Prozent der befragten Spanier den ersten Job annehmen würden, der ihnen angeboten wird. In allen anderen Ländern käme das für maximal 23 Prozent der Befragten in Betracht.
Ein differenzierteres Bild zeigt sich in Österreich:
Österreichische Arbeitnehmer sind zurückhaltender und wechseln trotz Wirtschaftskrise nicht so schnell die Branche. Hierzulande gaben rund 68 Prozent der Umfrageteilnehmer an, dass sie sich ohnehin beruflich verändern möchten. Nur 11 Prozent denken über einen Branchenwechsel nach, da es ihrer derzeitigen Branche wirtschaftlich nicht gut geht. Und lediglich 10 Prozent der Österreicher würden hingegen das erstbeste Jobangebot annehmen. Elf Prozent der österreichischen Befragten sagen sogar, dass für sie ein Job in einer anderen Branche nicht in Frage kommt.
Die Arbeitnehmer in Deutschland zeigen mit 54 Prozent eine niedrigere Bereitschaft als die Österreicher Erfahrungen in einer neuen Branche zu sammeln. In der Schweiz zeigt man sich mit 67 Prozent hingegen ähnlich offen wie in Österreich sich unabhängig von der wirtschaftlichen Situation beruflich zu verändern.
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