
Grundlegende Fragen können schon während der Schwangerschaft geklärt werden. Dadurch ist es später möglich, sich anfangs voll auf das Baby zu konzentrieren und unnötige Gedanken vorerst auszusparen.
Im privaten Bereich ist es jetzt sinnvoll, Vorkehrungen für die Zeit danach zu treffen. So können Ablauf und Aufteilung der Karenzzeit, Kinderbetreuung und die Organisation des Haushaltes geregelt werden.
Wer, wie, wann die Karenz in Anspruch nehmen will und kann, sollte bereits in diesem Frühstadium besprochen werden. Entspannte Gespräche in trauter Zweisamkeit garantieren bestmögliche Entscheidungsfreiheit und Konzentration auf das Wesentliche. Gleichzeitig muss auch klargestellt werden, wer, wann die Haushaltsführung übernimmt und welche Formen der Kinderbetreuung in Frage kommen (mehr dazu siehe Kinderbetreuungsphase).
Es ist wichtig, mit dem bisherigen Arbeitgeber früh genug in Kontakt zu treten, um Klarheit über den beruflichen Wiedereinstieg und den gewünschten Arbeitsumfang zu schaffen. Gespräche mit dem Arbeitgeber oder den staatlichen Stellen wie Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds, WAFF, Arbeitsmarktservice, Arbeiterkammer Wien etc. garantieren jetzt günstige Vereinbarungen für später.
Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, die Karenz nicht zu früh zu melden, da der Kündigungsschutz frühestens mit der Geburt des Kindes bzw. 4 Monate vor dem Antritt einer Karenz im Anschluss an die Karenz des anderen Elternteiles beginnt.
Das abz*Austria, ein Verein zur Förderung von Arbeit, Bildung und Zukunft von Frauen, bietet werdenden Eltern im Rahmen des KarenzKarriereKompetenz Zentrums die Möglichkeit, sich über Karenzplanung vor, während und nach Beginn der Berufsunterbrechung zu informieren und Kurse wie Karenz und Kompetenz oder Coaching Karenz und Wiedereinstieg zu besuchen.
Doch damit nicht genug, denn diese Plattform hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf von der Ebene der Frauenproblematik auf jene des Managements zu verlegen und ein systematisches Auszeitenmanagement zu schaffen. Indem Arbeitgeber Handlungsbedarf frühzeitig erkennen, rechtzeitig planen und daraus Nutzen für sich und Karenzierte ziehen, wird Schwangerschaft nicht länger zum Stressthema, sondern zum Glücksfall für alle.
Dies führt zu flexiblen Arbeitszeitmodellen, die wertvolle Personalressourcen sichern, verkürzten Abwesenheitszeiten, geringerer Fluktuation und somit niedrigeren Eingliederungskosten für Wiedereinsteigerinnen und erhöhter Motivation seitens der Mitarbeiter. In Zeiten sich verändernder Arbeits- und Lebenswelten kann diese Orientierung an einer ausgeglichenen Work Life Balance und an familienfreundlichen Strukturen zum Erfolgsfaktor für jedes Unternehmen werden.
Um nach der Geburt den Anschluss nicht zu verlieren, ist es sinnvoll, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, die in ähnlichen Lebenssituationen sind, und Netzwerke zu bilden. Helfen können hierbei unter anderem städtische und private Eltern-Kindzentren, organisierte Babyevents, etc.
Hier geht`s zum zweiten Teil: Die Karenzzeit

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Sie haben Fragen zum Wiedereinstieg, Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder zur Karenz? Familienexpertin Nicole Hoberstorfer unterstützt Sie gerne.
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