
Wie schnell eine Frau nach einer Familienpause wieder in den Beruf zurückkehrt, hängt nicht nur von den Rahmenbedingungen wie Kinderbetreuung und Flexibilität bei den Arbeitszeiten ab, sondern auch vom zuletzt ausgeübten Beruf.
War eine Frau vor der Unterbrechung z.B. als Friseurin tätig, nahm sie erst nach durchschnittlich 14 Jahren ihre Tätigkeit wieder auf. Anders als in sozialen oder sozialpflegerischen Berufen. Hier betrug die Unterbrechung im Schnitt nur 5 Jahre.
Monotone Tätigkeiten, Berufe mit starker körperlicher oder psychischer Belastung, Jobs mit geringer Entlohnung, fehlende Aufstiegsmöglichkeiten - das sind Arbeitsbedingungen, zu denen Frauen oft nicht mehr zurückkehren wollen.
In diese Kategorie fallen Berufe mit mehr als 46 Wochenstunden, die nicht als Überstunden gewertet werden. Je höher der Anteil der Vielarbeiterinnen in den Berufen ist, desto später kehren die Frauen zurück.
In vielen Berufen fällt häufig Arbeitszeit auf das Wochenende oder Feiertage, z.B. bei Nahrungsmittelverkäuferinnen, Krankenschwestern, Restaurantfachleuten und Stewardessen. Die Arbeitszeit kann relativ flexibel eingeteilt werden. Dieses Arbeitszeitmodell begünstigt die Aufteilung der Betreuungspflichten zwischen den Partnern. Daher steigen Frauen aus diesen Berufen relativ schnell wieder in den Beruf ein.
Je höher der Anteil der befristeten Arbeitsverträge in den Berufen ist, desto schneller kehren die Frauen in das Erwerbsleben zurück. Das trifft insbesondere auf Ärztinnen und Sozialarbeiterinnen oder allgemein auf Akademikerinnen zu.
Hier können Sie sich eine Kurzfassung der Studie herunterladen: Web

![]() |

Sie haben Fragen zum Wiedereinstieg, Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder zur Karenz? Familienexpertin Nicole Hoberstorfer unterstützt Sie gerne.
» weiterSchauen Sie zu unserem Themenschwerpunkt "Wiedereinstieg". Hier finden Sie zahlreiche Tipps und Infos rund um die Rückkehr in den Job.
» weiter