Unterstützung für ForscherinnenIn der heimischen Industrie ist qualifiziertes F&E-Personal eine wesentliche Ressource. Mit einer Bündelung der relevanten Programme, der Entwicklung maßgeschneiderter Dienstleistungen für Unternehmen und neuen Programmangeboten will die FFG den Bereich Humanressourcen in der Wirtschaft nachhaltig stärken. Dafür wurde das neue Programm "Young Experts" zur Förderung von NachwuchsforscherInnen in Unternehmen ins Leben gerufen. Und um die Beschäftigung ausländischer ForscherInnen aus Nicht-EU-Staaten durch heimische forschungsorientierte Unternehmen zu erleichtern, stellt die FFG Gutachten für die Zertifizierung dieser Unternehmen nach dem Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz aus.
Die FFG bietet bereits jetzt eine Reihe von Maßnahmen zur Unterstützung von NachwuchsforscherInnen in der Wirtschaft, zur Förderung von Frauen, zur Unterstützung der Mobilität und Verbesserung der Kooperation und des Know-how-Transfers von Wissenschaft und Wirtschaft. Viele dieser Maßnahmen waren bisher aber fragmentiert oder innerhalb verschiedener Programme "versteckt". Jetzt werden diese Förderungen und Dienstleistungen gebündelt und den Unternehmen maßgeschneidert zur Verfügung gestellt. Dazu gehören Maßnahmen zur Rekrutierung von wissenschaftlichem Personal, zur Erweiterung des Humanpotentials, zum Kompetenzaufbau und zur Netzwerkbildung.
"ForscherInnen sollen für die anwendungsorientierte Forschung gewonnen, gehalten und weiter gefördert werden", so FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner. Anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung in Unternehmen soll als ebenso attraktives Karrieremodell wie die wissenschaftliche Laufbahn gelten. "Besonders wichtig ist uns auch der Austausch und die Kooperation zwischen Unternehmen und Wissenschaft. Die Durchlässigkeit des Systems ist noch unterentwickelt", betont FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth. Ein klarer Fokus liege dabei auf Kleinen und Mittleren Unternehmen.
Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie wurde daher jetzt das Programm "Young Experts" ins Leben gerufen. Es fördert die Beschäftigung junger ForscherInnen in Unternehmen im Rahmen von Diplomarbeiten und Dissertationen ebenso wie Projekte aus der industriellen Forschung und experimentellen Entwicklung, die von NachwuchsforscherInnen und "PostDocs" durchgeführt werden.
Wichtig ist der FFG auch die Unterstützung der internationalen Mobilität. Mit 1. Jänner 2008 wurde durch eine Gesetzesnovelle die Beschäftigung ausländischer ForscherInnen aus Nicht-EU-Staaten wesentlich vereinfacht. Heimische Unternehmen, die als Arbeitgeber auftreten, müssen allerdings im Rahmen einer Zertifizierung durch das Innenministerium nachweisen, dass sie entsprechende Forschungsaktivitäten durchführen. Die FFG unterstützt diese Zertifizierung durch die Erstellung von Gutachten für die Unternehmen. Die Zertifizierung ist dann für fünf Jahre gültig.

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