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Zufriedenheit im Job

Work-Life-Balance - Vereinbarkeit von Job und Privatleben macht zufrieden

Arbeit ist wichtig für jeden Menschen. Beschäftigung gibt unserem Leben erst einen Sinn. Dennoch ist Arbeit nicht alles. Auf ein Privatleben möchte keiner von uns verzichten. Zufriedenheit im Job setzt auch voraus, dass noch genügend Zeit für das Privatleben bleibt.

Wie viel Raum der/die einzelne dem Privatleben neben dem Arbeitsleben lassen kann und will, ist individuell verschieden. Damit Jobzufriedenheit gegeben ist, sollten Arbeitgeber nach Möglichkeit dafür sorgen, dass die Mitarbeiter ihr Berufs- und Privatleben gut miteinander vereinbaren können. Das Angebot von Balancing-Programmen kann sehr vielfältig sein und reicht von Teilzeitbeschäftigung, z.B. für berufstätige Mütter, über flexible Arbeitszeiten, Gesundheitschecks und Fitnessangebote bis zu Weiterbildung und Sabbatical.

Gehalt spielt untergeordnete Rolle

Wie wichtig das Gehalt für die Jobzufriedenheit ist, hat das Hernstein Institut erhoben: Gehalt spielt für die Zufriedenheit im Beruf demnach eine geringere Rolle, unzufrieden sind die Österreicher aber über die Fairness des Gehaltssystems. Besonders in den ersten zwei Berufsjahren ist es für die Erwerbstätigen schwierig, mit dem verdienten Geld auszukommen, so der Arbeitsklima-Index. 15% der befragten Österreicher kommen mit dem Gehalt nicht aus, für 40% reicht es gerade noch.
Wer mehr als 60 Überstunden im Monat leisten muss, ist laut Hernstein ebenfalls unzufriedener – Mitarbeiter mit durchschnittlich 50 Überstunden im Monat sind die zufriedensten.

Unzufriedenheit im Job – Auswirkungen auf die Arbeitnehmer: Boreout und Burnout

Arbeit, die Spaß macht, ist auch „gesund“. Denn wer den Sinn seiner Arbeit nicht erkennt, wird häufiger krank. Boreout heißt ein Phänomen, das immer häufiger anzutreffen ist: Mitarbeiter sind unterfordert und gelangweilt. Sie machen „Dienst nach Vorschrift“, können ihr Wissen und ihre Kenntnisse nicht in den Job einbringen. Sie fühlen sich nicht gebraucht im Unternehmen und versuchen, diesen Frust zu vermeiden. „Oft täuschen gelangweilte, unterforderte und somit frustrierte Mitarbeiter dann ein Burnout vor, um doch wichtig zu erscheinen“, erklärt Personalberaterin Monika Kail das Phänomen.

Burnout beginnt mit Höchstleistung und Verausgabung, gefolgt von Frust und nachlassendem Engagement. Dies ist dann der Beginn einer psychischen Veränderung. In der nächsten Stufe sinkt die körperliche Leistungsfähigkeit, schließlich wird alles gleichgültig. Als nächstes zeigen sich bei Betroffenen dann körperliche Folgen wie Herzprobleme, Magen- und Darmbeschwerden, Depressionen oder Allergien. In der siebenten und letzten Stufe des Burnout ist der absolute Tiefpunkt erreicht, geprägt von Hilf- und Hoffnungslosigkeit.

Leidet ein Mitarbeiter an Burnout oder Boreout, ist mit häufigeren Ausfällen der Arbeitskraft zu rechnen. Zufriedenheit im Job ist also nicht nur gesund für den einzelnen Mitarbeiter, sondern auch gesund für das Unternehmen als Ganzes.

Jobunzufriedenheit und Auswirkungen auf Unternehmen

Unzufriedene Mitarbeiter fühlen sich dem Arbeitgeber nicht so sehr verbunden, sind weniger loyal. Sie können sich wenig mit ihrer Tätigkeit und kaum mit dem Unternehmen identifizieren. Dem entsprechend groß ist die Bereitschaft, Job bzw. Arbeitsplatz zu wechseln. Die Mitarbeiterfluktuation liegt laut Hernstein Institut in Österreich im Durchschnitt bei 9% - rein rechnerisch wird in jedem österreichischen Unternehmen alle 11 Jahre ein Mal die Belegschaft ausgewechselt.
Fazit für die Unternehmer: Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter sich im Unternehmen und im Job wohl fühlen. Dann stimmt auch die Leistung. Und dann geht es auch dem Unternehmen gut.

Weblinks:
Testen Sie Ihre persönliche Arbeitszufriedenheit (Eucusa)
Errechnen Sie Ihren persönlichen Arbeitsklima-Index

Quelle: Personal Consulting,  Personal-, Beratungs-, Überlassungs- und Schulungs Ges.m.b.H.
Heiligenstädter Straße 43, A-1190 Wien, office@pers-con.at, www.pers-con.at

 

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