Fertigbreie im Überblick – Vielfalt, die überfordert

Auf was soll ich bei der Beikost achten?

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Bildquelle: istockphoto, olga zaporozhskaya

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In der zweiten Hälfte des ersten Lebensjahres essen gesunde Säuglinge hauptsächlich Breimahlzeiten. In diesem Lebensabschnitt wachsen Babys sehr rasch, ihr Bewegungsdrang nimmt zu und ihre motorischen und geistigen Fähigkeiten entwickeln sich zusehends.

Damit die Kleinen diese großen Entwicklungsschritte gut bewältigen, müssen sie gut mit Energie und Nährstoffen versorgt werden.

Grund genug für die Verbraucherzentrale Sachsen näher zu untersuchen, ob handelsübliche Fertigbreie für Säuglinge dieser Anforderung genügen. Der Maßstab für eine vollwertige und gesunde Säuglingsernährung ist der Ernährungsplan für das erste Lebensjahr des Forschungsinstitutes für Kinderernährung in Dortmund, an dessen Empfehlungen die Produkte gemessen wurden.

Die Marktbeobachtung dokumentierte eine große Vielfalt an Produkten überwiegend guter Qualität und Zusammensetzung. Folgende Tipps sollen jungen Eltern bei der Auswahl des "richtigen" Breis helfen:

Breie für junge Säuglinge sollten nur aus wenigen Zutaten bestehen, also beispielsweise nur ein Gemüse anstatt einer Gemüsemischung enthalten, um Unverträglichkeiten besser begegnen zu können. "Junge Eltern sollten daher darauf achten, dass die Zutatenliste des Breis möglichst kurz ist", empfiehlt Dr. Birgit Brendel, Ernährungsreferentin der Verbraucherzentrale.

Einige Produkte enthalten entgegen den Empfehlungen Süßungsmittel, Aromen oder Gewürze. Auch hier hilft ein Blick auf die Zutatenliste, wenig erwünschte Zutaten zu meiden.

Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Breie und Getreide-Obst-Breie sind im Vergleich zu den Empfehlungen häufig zu arm an Fett. Der Fettgehalt des Produktes ist in der Nährwertkennzeichnung aufgeführt. Liegt der Fettgehalt je Portion im Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei unter 8 – 10 g und in Getreide-Obst-Breien unter 5 g sollte ein Teelöffel Öl (= 4 g) je Portion hinzugegeben werden. Dafür empfiehlt sich besonders Rapsöl, aufgrund seines günstigen Fettsäuremusters.

Grundsätzlich ist jungen Eltern zu empfehlen, sich nicht nur zum Stillen, sondern auch zur Beikosternährung umfassend beraten zu lassen. Ansprechpartner/innen sind Hebammen oder Ernährungsberater/innen. Der gesamte Bericht "Beikost – Vielfalt, die überfordert?" kann auf der Homepage der Verbraucherzentrale Sachsen unter Downloads eingesehen werden (www.vzs.de)

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