Spargel wohlschmeckend und gesund

Spargel sollte in der Spargelzeit so oft wie möglich auf den Tisch

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Bildquelle: istockphoto, kcline

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Sie ist wieder da, die beliebte, aber leider viel zu kurze Spargelsaison

Damit du diesmal richtig zugreifst und am besten mehrmals wöchentlich Spargel isst, hier ein paar Hintergrundinfos, warum Spargelessen so gesund ist. Früher wurde Spargel in Klöstern und Apothekergärten als wahres Allheilmittel angebaut und später als königliches Gemüse den Reichen und Mächtigen serviert. Glücklicherweise sind die vitamin- und mineralstoffreichen Spargelstangen heute in jedem Supermarkt zu finden. Ab dem 16. Jahrhundert wurde Spargel aufgrund steigender Nachfrage systematisch gepflanzt und als Nahrungsmittel genutzt. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wird Spargel auch in Österreich kultiviert. Manche sind sogar der Meinung, dass der beste Spargel aus Österreich kommt. Gerade in der Gegend rund um Wien (Marchfeld und Tullnerfeld) sind viele Spargelbauern zu Hause. Spargel zu essen passt daher hervorragend zur Philosophie von saisonaler und regionaler Ernährung.

Die Vorzüge von Biospargel

Wer noch einen Schritt weiter gehen will, greift zu Bio-Spargel. Die Vorteile des Bio-Anbaus liegen darin, dass im Gegensatz zu konventionellem Anbau weniger Spargelkulturen pro Hektar angepflanzt werden. Dadurch werden die Spargelstauden gut belüftet und sind so besser vor Schimmel geschützt. Bio-Bauern können deshalb auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel verzichten. Wichtig ist auch die Auswahl des Bodens: Leicht, sandig, wasser-, luftdurchlässig und humusreich muss er sein, damit auch auf künstliche Düngemittel verzichtet werden kann. Ein vitaler Boden ist das Kapital für den ertragreichen Anbau von Bio-Spargel und garantiert den exzellenten Geschmack. Der Spargelanbau selbst ist aufwändig und pflegeintensiv. Erst 3 Jahre nach der Aussaat können die ersten Spargelstangen geerntet werden. In sorgfältiger Handarbeit wird Spargel Tag für Tag frisch gestochen, sortiert, gewaschen und verpackt.

Weiß, violett oder grün?

Ob weiß, violett oder grün, die Farbe des Spargels ist vom Anbauverfahren abhängig. Weißer Spargel - auch Bleichspargel genannt – entsteht durch aufgeschüttete Erdwälle, die den Spargel vor Sonnenlicht schützen. Er bleibt daher weiß. Durch diesen zusätzlichen Aufwand ist weißer Spargel teurer als der grüne. Wenn die Spargelspitzen die Erddecke durchbrechen, werden sie durch Bildung des Pflanzenfarbstoffes Anthocyan violett. Grüner Spargel wächst normalerweise auf ebenen Beeten unter vollem Lichteinfluss und bildet dadurch den grünen Farbstoff Chlorophyll. Das verstärkt auch den Geschmack und das Aroma.

Frühjahrsputz für den Körper

Mutter Natur hat wieder einmal vorgesorgt: Wenn der Frühling beginnt, Körper und Geist sich öffnen und die „Schlacken des Winters“ loswerden wollen, tischt sie uns Gemüse auf, die uns beim „Frühjahrsputz“ unterstützen. Spargel gehört zu dieser Putzkolonne. Er mobilisiert den Stoffwechsel, das Blut wird gereinigt und die großen Ausscheidungsorgane Leber, Niere und Lunge werden auf den Frühjahrsputz programmiert. Der Spargel wurde bereits von den alten Ägyptern, Griechen und Römern als Heilpflanze genutzt. Seine lateinische Bezeichnung „Asparagus officinalis" deutet darauf hin, da das Wort „officinalis“ übersetzt so viel bedeutet wie „arzneilich" oder „Heilmittel". In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist Spargel ebenfalls ein Heil-Nahrungsmittel. Seine Wirkung ist thermisch erfrischend und wegen seines süßlichen Geschmacks wird er dem Erd-Element zugeordnet.

Therapeutisch wirksam, kalorienarm und schönheitsfördernd

Therapeutisch wird er zur Fiebersenkung, gegen Blutungen, bei Übelkeit, Gicht, Lebensmittelvergiftung und Gallenbeschwerden eingesetzt. Bekannt ist auch seine vorbeugende Wirkung gegen Krebs. Westlich gesehen besteht Spargel mehrheitlich aus Wasser (ca. 93 %) und hat folglich sehr wenig Kalorien (ca. 18 kcal/100 g), wenn er nicht mit fettigen Saucen (Hollandaise) oder Butterbröseln serviert wird. Der hohe Ballaststoffgehalt wirkt sich positiv auf die Verdauung aus. Besonders wertvoll sind die reichlich enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe, wie Vitamin C, B-Vitamine und Beta-Carotin (Vorstufe von Vitamin A). Den absoluten Rekord hält Spargel mit seinem Gehalt an Folsäure, die besonders wichtig für die Bildung und Reifung der roten Blutkörperchen ist. Die Vitamine B2 und Niacin fördern die „Schönheit“ von Haut, Haaren, Augen und Schleimhäuten. An Mineralstoffen hat Spargel auch einiges zu bieten:Phosphor, Natrium, Eisen, Kalzium und einen besonders hohen Kaliumgehalt, der die Entwässerung unterstützt. Weiters enthält Spargel verschiedene bioaktive Substanzen wie z. B. Saponine, welche für den bitter schmeckenden unteren Teil der Spargelstange verantwortlich sind, ätherische Öle sowie die Farbstoffe Chlorophyll (grüner Spargel) und Anthocyan (violetter Spargel). Diese Substanzen wirken unter anderem antikanzerogen, antimikrobiell und cholesterinsenkend. Der typische Geschmack des Spargels entwickelt sich beim Kochen und stammt aus schwefelhaltigen ätherischen Ölen und der der Aminosäure Asparaginsäure. Diese Aminosäure fördert die Nierentätigkeit, ist stark harntreibend und unterstützt die Leber bei der Entgiftungsarbeit. Der typische Geruch des Urins nach dem Genuss von Spargel bei knapp der Hälfte der Menschen, ist auf schwefelhaltige Abbauprodukte zurückzuführen.

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