Fit mit Technik – mit diesen Fitness-Gadgets zur Traumfigur

Fitness-Gadgets

Tom Wang/Fotolia

     

Aktive Mutter beim Joggen; Bildquelle: julief514 / Fotolia.com

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Eigentlich ist das Joggen ja eine sehr preisgünstige Angelegenheit, ganz besonders im Sommer. Einfach das T-Shirt und die Shorts anziehen, rein in die Laufschuhe und schon kann es auf die Lieblingsstrecke auf dem Sportplatz, im Wald oder am Strand gehen.

Mittlerweile ist der Laufsport aber zu einer kostspieligen Angelegenheit geworden. Teure Fitness-Apps für das Smartphone, atmungsaktive Funktionskleidung, High-End-Pulsuhren oder Sportschuhe mit integrierten High-Performance-Dämpfungssystemen gehen ins Geld. Braucht es diese Dinge aber wirklich oder handelt es sich lediglich um unnütze Trends?

Ein absolutes Muss: Der perfekte Laufschuh

Über manches Produkt lässt sich sicherlich streiten, hierüber allerdings nicht. Die Rede ist vom Laufschuh. Nichts kann sich so negativ auf die physische Gesundheit auswirken wie ein Laufschuh, der sich nicht der speziellen Fußkonstruktion des Läufers anpasst.
Grundsätzliche Empfehlungen gibt es allerdings nicht, da jeder menschliche Fuß anders konstruiert ist und ganz eigene Besonderheiten vorweist. Ausgefeilte Dämpfungssysteme machen also nicht gleich den perfekten Treter. 100 Euro sollten auch Hobby-Läuferinnen für ihren Laufschuh ausgeben. Bei Laufschuhen haben Markennamen nicht nur die Mode-Highlights im Angebot, sondern auch die funktionell hochwertigste Ware im Sortiment.

Tipp: Vorjahresmodelle werden von den Herstellern zu Anfang der neuen Laufsaison zumeist zu stark vergünstigten Preisen angeboten. Meist lassen sich hier ebenso gute und funktionelle wie hochwertige Laufschuhe finden wie bei den neueren Variationen.

Auf den richtigen Laufschuh kommt es an; Bildquelle: Halfpoint / Fotolia.com

Auf den richtigen Laufschuh kommt es an; Bildquelle: Halfpoint / Fotolia.com

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Den richtigen und perfekt sitzenden Laufschuh zu finden, das kann eine schwierige und zeitaufwendige Angelegenheit werden. Auf jeden Fall ist es empfehlenswert, sich einer kompetenten Laufschuhberatung zu unterziehen, wie sie von sportscheck.at angeboten wird. Ist man direkt in einem Shop vor Ort, sollte man sich direkt auf das Laufband begeben, auf dem per Videoanalyse Besonderheiten in der Fußstellung festgestellt werden können.

Laufschuhmodelle für Fußtypen im Überblick

LaufschuhDämpfung und StützeLauftraining und
Untergrund
Läufertypen
Neutralschuhmittlere Dämpfung ohne
Stützfunktion
für lange Läufe auf
mittelharten bis harten
Böden
geeignet für trainierte Joggerinnen
mit natürlichem Abrollverhalten
und keiner Fußfehlstellung
Bewegungskontrollschuhstarke Dämpfung mit starker Stützfunktionfür lange Läufe auf mittelharten bis harten Bödengeeignet für Joggerinnen mit starker Pronation und Bedarf an unterstützendem und korrigierendem Abrollverhalten
Leichtgewichtschuhmittleres Dämpfungsverhalten ohne Stützfunktionfür lange Läufe auf mittelharten bis harten Bödenausschließlich für trainierte Läuferinnen im Wettkampfeinsatz
Stabilschuhmittlere Dämpfung mit mittlerer Stützfunktionfür lange Läufe auf mittelharten bis harten Bödengeeignet für Läuferinnen mit mittelstarker Fußfehlstellung
Barfußschuhohne Dämpfung und Stützfunktionfür technisches Lauf- und/oder Intervalltraining auf weichem Bodenausschließlich für gut trainierte Läuferinnen ohne Übergewicht und mit starker Muskulatur und gesundem Abrollverhalten geeignet


Tipp
: Vor dem Schuhkauf sollte eine ärztliche Untersuchung hinsichtlich einer möglichen Fußfehlstellung erfolgen, der sogenannten Pronation. Weitere Informationen zu typischen Fußfehlstellungen gibt es in diesem sehr anschaulichen Video auf YouTube.

Was ist bei Laufbekleidung zu beachten?; Bildquelle: crdjan / Fotolia.com

Was ist bei Laufbekleidung zu beachten?; Bildquelle: crdjan / Fotolia.com

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Nicht zu unterschätzen: Die richtige Laufbekleidung

Bei der Laufbekleidung scheiden sich die Geister. No-Name-Produkte können in einigen Testreihen ebenso überzeugen wie teure Markenbekleidung. Wichtiger als das Aussehen ist natürlich die Funktion. Denn im Gegensatz zur herkömmlichen Alltagsbekleidung sollen die Laufsachen nicht nur schick aussehen und warm halten, sondern – vor allem im Sommer – den Schweiß nach außen transportieren.

Funktionsbekleidung lautet hierbei das Stichwort. Diese ist imstande, den Schweiß von der Haut nach außen abzutransportieren. Beim Sport ist dies besonders wichtig. Denn durch den Schweiß kühlt der Körper aus, was nicht nur das Risiko einer Erkältung erhöht, sondern auch die Gefahr einer Muskelzerrung birgt. Simultan sorgt Funktionsbekleidung aber auch dafür, dass der Körper nicht überhitzt und trägt auf diese Weise doppelt zum Wohlbefinden auch bei körperlicher Ertüchtigung bei.

Das kleine Funktionsbekleidungs-Einmaleins

  • MVTR: Steht für Moisture Vapor Transmission Rate und meint nichts anderes als die Atmungsaktivität eines Kleidungsstücks. Diese ist dafür verantwortlich, den Schweiß nach außen zu transportieren. Je höher der Wert, der in g/m²/24h angegeben wird, desto effektiver wird Feuchtigkeit nach außen abgetragen. Bekleidung ab 10.000 g/m²/24h gilt als besonders atmungsaktiv.
  • Zwiebelprinzip: Funktionsbekleidung setzt sich in der Regel nach dem Zwiebelprinzip zusammen und besteht aus einer Basisschicht, einer Isolationsschicht sowie der Wetterschutzschicht. In den Sommermonaten genügt meistens das Tragen der Basisschicht.
  1. Basisschicht: Hierfür sollte keine Baumwolle verwendet werden. Besser eignen sich wassertransportierende Materialien wie Polyester (PES) oder Polyamid (PA).
  2. Isolationsschicht: Sie soll in den kalten Tagen für Wärme sorgen. Bestenfalls wird hierfür Fleece verwendet, das ebenfalls aus Polyester besteht. Fleece ist sehr leicht, trocknet schnell und hält dennoch warm wie Baumwolle.
  3. Wetterschutzschicht: Wasserdicht und winddicht muss die äußerste Schicht sein. Gore-Tex oder Hy-Vent dürften am bekanntesten und auch am effektivsten sein. Die als Membran bezeichneten Schichten haben den Vorteil, keine Feuchtigkeit nach innen zu leiten, Wasser von innen jedoch nach außen abtragen zu können.
  • Bonding: Gemeint ist das „nahtlose“ Vernähen der Funktionsbekleidung. Taschen und ähnliches sind von außen nicht zu sehen und bieten der Feuchtigkeit somit noch weniger Möglichkeiten, ins Innere zu gelangen.
  • Merinowolle: An den kälteren Sommertagen oder beim spätabendlichen Joggen trumpft die Merinowolle auf. Merinowolle bietet eine hervorragende Wärmeisolation und besitzt den Vorteil, auch bei mehrtägigem Gebrauch keinen Geruch aufzunehmen. So bleibt man auch beim Training stets frisch.
  • Siegel: Hier sind insbesondere Bluesign Safety sowie der Öko-Tex Standard 100 zu nennen. Sie sind bei den meisten namhaften Produkten zu finden und gewährleisten eine schadstoffarme Produktion der Bekleidungsstücke. Wichtige Informationen zu Gütesiegeln findet man unter dieoption.at.
Die Vor- und Nachteile der Technik-Gadgets; Bildquelle: Tom Wang /Fotolia.com

Die Vor- und Nachteile der Technik-Gadgets; Bildquelle: Tom Wang /Fotolia.com

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Für Profi-Läuferinnen und Amateure: Apps, Uhren und Kopfhörer

Manchmal könnte man denken, dass es ohne High-Tech-Schnickschnack gar nicht mehr geht. Prinzipiell lässt sich aber auch ohne teures Gerät hervorragend Laufen und eigentlich benötigt es teure Gerätschaften gar nicht. Nicht nur aus stilistischen, sondern auch aus funktionellen Gründen können die kleinen Extras aber in einigen Fällen das gewisse Etwas ausmachen und für manche Sportlerin mit dem nötigen Kleingeld durchaus eine lohnende Investition sein.

ArtikelBeschreibung/FunktionVorteileNachteile
Puls- und
Sportuhren
Mittlerweile ist fast jeder Hobby-Läufer mit einer Sportuhr ausgerüstet. Funktionell gibt es sie in verschiedenen Variationen, beispielsweise mit integriertem Kalorienzähler oder GPS-Signal. Was man hiervon wirklich braucht, muss jeder selbst entscheiden. Je mehr Funktionen, desto teurer die Uhr. Auf jeden Fall sinnvoll, auch für Amateure, ist eine Pulsmessfunktion. Wie man den optimalen Pulsbereich herausfindet, beschreibt achim-achilles.de sehr detailliert.- Kalorienzähler und Reichweitenmessgerät motivieren zu neuen Bestleistungen
- präzises Laufen im optimalen Herzfrequenzbereich möglich
- ideal für Intervalltraining geeignet
- teuer in der Anschaffung
- lenkt unerfahrene Sportler vom Laufen ab
Sportkopf-
hörer
Ohne Musik ist fast kein Läufer unterwegs. Und in der Tat kann der richtige Rhythmus oder der passende Beat beim optimalen Lauftempo unterstützen. Bei Kopfhörern sollte auf spezielle Sportkopfhörer zurückgegriffen werden, die gegen Schweiß resistent sind und nicht bei der kleinsten Erschütterung verrutschen. Ob In-Ear- oder Bügelkopfhörer favorisiert werden, bleibt jedem selbst überlassen. Nur zu laut sollte die Musik nicht sein, um andere Läufer, Passanten oder Verkehrsteilnehmer nicht zu überhören.- Rhythmus und Beat unterstützen das richtige Lauftempo- laute Musik kann zum Sicherheitsrisiko werden
Lauf- und Fitness-
Apps
Es gibt die Smartphone-Applikationen sowohl als kostenlose Variante wie als Kaufversion. Einen unverbindlichen Eindruck darf sich also jeder selbst verschaffen. Derzeit am bekanntesten ist wohl die App „Runtastic“. Sie informiert über die absolvierte Strecke, verbrannte Kalorien, das Durchschnittstempo oder Höhenmeter. Die Kaufversion bietet erweiterte Funktionen wie Intervalltraining und ein ausführliches Kartenmaterial zum Erkunden neuer Laufstrecken. Für die richtige Motivation sorgt die Anbindung an soziale Netzwerke oder Einheiten gegen virtuelle Gegner auf einer individuell definierten Laufstrecke.- bringt nützliche User-Daten mit
- ideal zur Überwachung und Optimierung von Trainingszielen
- hervorragend während Diätphasen oder zur Wettkampfvorbereitung geeignet
- häufig kostenlos verfügbar
- Funktionen wie der Kalorienzähler liefern teils ungenaue Messdaten


Ob Spielerei oder nicht, das muss jeder selbst entscheiden. Für manche bieten die kleinen technischen Hilfsmittel eine zusätzliche Motivation, andere lassen sich hierdurch nur allzu gerne ablenken und verlieren das Wesentliche aus den Augen. So individuell wie jede einzelne Sportlerin ist, so einzigartig sollte und muss ein jeder sein persönliches Training gestalten, um gesund und fit durch den Sommer zu kommen. Gesundes Training zusammen mit der richtigen Ernährung gewährleisten, dass man am Ende auch eine wirklich gute Figur abgibt – sowohl in den Sportklamotten wie auch darüber hinaus – und sich über typische Sorgen und Probleme beim Abnehmen keine Gedanken mehr machen muss.

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