Mythen rund ums Krafttraining (2/5)

Brauche ich beim Krafttraining einen Trainer?

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Weitere Mythen rund um das Krafttraining

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Ist Hanteltraining effizienter?

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Ist Krafttraining für Senioren sinnvoll?

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Verkürzen sich beim Krafttraining meine Muskeln?

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Bringt Krafttraining nur etwas mit großen Gewichten?

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KrafttrainingKind287; Bildquelle: istockphoto, Mik122

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Mythos 4: Krafttraining für Kinder ist sinnlos und gefährlich

Auch Kinder profitieren von regelmäßigem Krafttraining in einer Form, die ihrem Entwicklungsstand und ihrem Temperament entspricht. Zumal in den letzten Jahren die Anzahl übergewichtiger Kinder zunimmt und Kinder verstärkt Haltungsschäden (Stichwort: Handybuckel) aufweisen.

Die Kraft nimmt im ersten Lebensjahr um mehrere Hundert Prozent zu. Die Eltern können viel zu einer gesunden Entwicklung ihrer Kinder beitragen, wenn sie ihnen schon im Kleinkindalter täglich die Möglichkeit geben, die eigene Kraft zu spüren, einzusetzen und durch vielseitigen, spielerischen Gebrauch zu entwickeln.

Vor dem Eintritt in die Pubertät darf man sich keine starke, durch das Training bedingte Zunahme der Muskelmasse erwarten.

Während des intensiven Wachstums im Kindes- und Jugendalter weist der passive Bewegungsapparat an den Epiphysenfugen Schwachstellen auf, die nicht überbeansprucht werden dürfen. Wer aus diesem Grunde versucht, das Bewegungssystem generell zu schonen, macht aber einen groben Fehler. Krafttraining für Kinder schult die Koordination innerhalb des Muskels, wodurch die Leistungsfähigkeit steigt und Verletzungen vorgebeugt werden können. Allerdings sollte beim Krafttraining an Geräten darauf geachtet werden, dass diese für Kinder geeignet sind. Hierfür gibt es bereits eigene Fitnesscenter für Kinder.

Mythos Nr. 5: Einmal ist keinmal, wer nicht mehrmals pro Woche trainiert, kann es genauso gut bleiben lassen.

Ideal sind zwei Krafttrainings-Einheiten pro Woche. Wer als Gesundheitssportler bereits über gut entwickelte Muskeln verfügt, kann sein Niveau durch eine Trainingseinheit pro Woche einigermaßen erhalten.

Wer mehr als zweimal pro Woche oder sogar täglich trainiert, sollte die Methoden variieren und „splitten“, das heisst zum Beispiel: am Montag und Donnerstag die Bein- und Hüftmuskeln sowie die vorderen Rumpfmuskeln und am Dienstag und Freitag die Muskeln des Schultergürtels und der Arme sowie die Rückenmuskeln trainieren.

Beispiele für ein gesplittetes Krafttraining im Bodybuilding:
4 Trainingseinheiten (TE) pro Woche: 1 TE: Rücken und Bizeps; 2 TE: Schultern und
Nacken; 3. TE: Oberschenkel und Waden; 4. TE: Brust, Trizeps und Bauch.

7 TE pro Woche: 1 TE: Brust 100% / Trizeps 30%; 2. TE: Beine 100% / Schultern 30%;
3. TE: Rücken 100% / Bizeps 30%; 4. TE: Trizeps 100%; 5. TE: Schultern 100% / Brust
30%; 6. TE: Bizeps 100% / Bücken 30%; 7. TE: Ausdauer- und Stabilisationstraining

Mythos Nr. 6: Anfänger sollten nur unter Anleitung trainieren.

Einfache Übungen wie zum Beispiel solche mit dem Theraband oder mit kleinen Handgeräten können ohne spezielle Anleitung gemacht werden. Für koordinativ komplexe Übungen und für Übungen an Maschinen braucht es eine Anleitung und eine professionelle Begleitung, bis die Trainierenden selbständig trainieren können. Wer ohne Kontrolle durch eine Fachperson trainiert, sollte seine Körperhaltung und die Ausführung der Kraftübungen mit einem Spiegel kontrollieren.

Quelle:
Jost Hegner
Fachleiter Sportbiologie / Bewegungs- und Trainingslehre
Institut für Sportwissenschaft, Universität Bern
Bremgartenstrasse 145, 3012 Bern
Autor des Buches:  "Training - fundiert erklärt" erschienen im "Ingold Verlag"

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