Mythen rund ums Krafttraining (4/5)

Soll ich als Senior mit Krafttraining beginnen?

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Soll ich als Senior mit Krafttraining beginnen?

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Verkürzt Krafttraining die Muskeln?

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Macht Krafttraining nur Sinn mit großen Gewichten?

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Benötigt man beim Krafttraining einen Trainer?

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Ist Hanteltraining effizienter?

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KrafttrainingFrau287; Bildquelle: istockphoto, Lise Gagne

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Mythos Nr. 10: Durch Krafttraining kann ich punktuell abspecken.

Wer Übergewicht hat, sollte die Bilanz zwischen aufgenommener und verbrauchter Energie ins Gleichgewicht bringen. Um abzunehmen muss man mehr Kalorien verbrennen als man aufnimmt. Also weniger essen und mehr bewegen. Das Verbrennen von Kalorien funktioniert, indem ich durch Krafttraining die stoffwechselaktive Körpermasse (Muskelmasse) vergrössere, so dass der Verbrauch von überschüssig gespeicherter Energie möglich wird.

Auch der «Nachbrenn-Effekt», den man nach einer Trainingseinheit im Kraftraum beobachten kann, führt zu einem erhöhten Energieverbrauch und (möglicherweise) zu einem Verlust an überflüssigem Fett.

Allerdings funktioniert es nicht, dass man durch Training gezielt "nur" an Po oder Bauch abnimmt.

Mythos Nr. 11: Krafttraining hat positive Effekte bei Diabetes.

Viele Jahre rieten Ärzte Diabetikern von Krafttraining grundsätzlich ab. Nun wird eine Kombination aus Ausdauersport und Krafttraining empfohlen, da sich so der Zuckerstoffwechsel am meisten verbessert.

Ausdauertraining führt zu einer erhöhten Insulinsensitivität der Muskelfasern und der Leberzellen, so dass der Blutzuckerspiegel leichter reguliert werden kann. Diabetiker sollten deshalb vor allem die Ausdauer trainieren und das Ausdauertraining durch ein moderates Krafttraining ergänzen.

Mythos Nr. 12: Senioren sollten auf Krafttraining verzichten, es bringt ohnehin nichts mehr.

Für Krafttraining  ist man nie zu alt; im Gegenteil, es gibt kaum ein besseres Mittel, um Unfällen und Verletzungen vorzubeugen und Altersbeschwerden zu lindern als regelmäßiges, variantenreiches, den individuellen Bedürfnissen und Voraussetzungen entsprechendes Krafttraining.

Wer im Seniorenalter seine Alltagstauglichkeit und Selbständigkeit, seine Gesundheit und Lebensqualität erhalten will, muss seine Kraft trainieren. Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass der Verlust an Muskelmasse weniger eine Frage der Jahre als eine Folge von mangelndem Gebrauch ist und dass auch Hochbetagte durch Krafttraining ihre Kraftfähigkeiten aufbauen und erhalten können.

Quelle:
Jost Hegner
Fachleiter Sportbiologie / Bewegungs- und Trainingslehre
Institut für Sportwissenschaft, Universität Bern
Bremgartenstrasse 145, 3012 Bern
Autor des Buches: "Training - fundiert erklärt" erschienen im "Ingold Verlag"

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