Vorsorgeuntersuchungen für Frauen - welche und wann?

Welche Vorsorgeuntersuchungen sollten wann und wie oft gemacht werden?

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Jede Frau sollte regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen vornehmen lassen

Viele Frauen achten auf ihre Gesundheit. Obwohl zahlreiche Vorsorgeuntersuchungen kostenlos von der Krankenkasse angeboten werden, nehmen viele diese aber nur sehr unregelmäßig in Anspruch. Mit Vorsorge lassen sich Gesundheitsrisiken jedoch frühzeitig erkennen.

Daher sollten es Frauen nicht versäumen, diese Vorsorgeuntersuchungen vornehmen zu lassen, wobei für Frauen unterschiedlichen Alters auch unterschiedliche Untersuchungen empfohlen werden. Wir fassen hier zusammen, welche Untersuchungen wann empfohlen werden.

Untersuchungen ab 20

Frauen zwischen einem Alter von 20 und 25 Jahren können sich einmal jährlich auf eine Chlamydieninfektion hin untersuchen lassen. Dies ist eine Infektion, die sexuell übertragen wird und schlimmstenfalls zur Unfruchtbarkeit führen kann.

Ebenfalls sollte ab dem 20. Lebensjahr der Gebärmutterhals genauer untersucht werden - dies geschieht nicht nur durch Abtasten der Organe, sondern auch durch einen Abstrich (PAP). Bei diesem werden Zellen entnommen und unter dem Mikroskop auf Veränderungen hin untersucht.

Zusätzlich zu den Untersuchungen der Gebärmutter wird auch die Brust sowie die Achselhöhlen abgetastet. Monatlich sollte die Brust (am besten kurz nach Abklingen der Regelblutung) selbst abgetastet werden.

Die Krebshilfe rät Madchen und Frauen zwischen 9 und 45 Jahren zu einer HPV-Impfung, da eine Infektion durch Humane Papillomaviren in weiterer Folge zu Gebärmutterhalskrebs, Scheidenkrebs, Krebs der Schamlippen, Analkarzinom, Vulva- und Vaginalkarzinom sowie zu Krebsformen im Bereich des Rachens und des Kehlkopfes führen

Untersuchungen ab 30

Frauen ab dem 30. Lebensjahr wird alle drei Jahre ein HPV-Test empfohlen (sowohl geimpfte als auch nicht geimpfte Frauen). Diese sollte zeitversetzt zum PAP-Abstrich vorgenommen werden.

Ab dem 40. Lebensjahr wird eine Mammographie der Brust im Abstand von 2 Jahren empfohlen. In Österreich erfolgt im Rahmen des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms eine automatische Einladung an alle Frauen zwischen 45 und 70 Jahren im Abstand von 24 Monaten.

Ab dem 35. Lebensjahr ist ein allgemeiner Gesundheitsckeck anzuraten. Hierbei handelt es sich um eine internistische Untersuchung, die bestenfalls regelmäßig alle zwei Jahre durchgeführt werden sollte. Blutwerte werden bei dieser Untersuchung ebenso überprüft wie der Blutdruck und das Gewicht. Ebenfalls regelmäßig sollte ein Herzultraschall und ein Ruhe- sowie Belastungs-EKG durchgeführt werden, um ein möglicherweise erhöhtes Schlaganfall-Risiko zu ermitteln. Auch ein Lungenfunktionstest gehört zum Check. Nicht zu vergessen eine Ultraschalluntersuchung des Oberbauches (mit allen wichtigen Organen), der Schilddrüse und der Halsschlagader.

Auch ist ab diesem Alter eine Untersuchung beim Hautarzt sinnvoll, um Hautkrebs auszuschließen. Ein jährlicher Check ist besonders allen Frauen anzuraten, die regelmäßig ein Solarium besuchen oder über verhältnismäßig viele Leberflecke oder Muttermale verfügen.

Ab 40 wird jährlich ein Okkulttest empfohlen, der verborgenes Blut im Stuhl nachweisen kann.
 

Untersuchungen ab 50

Ab dem 50. Lebensjahr sollten sich Frauen mindestens alle zwei Jahre einer Mammographie unterziehen, denn Brustkrebs tritt in diesem Alter besonders häufig auf. Wird dieser rechtzeitig entdeckt, sind die Chancen auf vollständige Heilung recht hoch - aus diesem Grund ist die Mammographie unerlässlich, da sie negative Veränderungen im Brustgewebe schnell aufdeckt.

Auch steigt in diesem Alter das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, drastisch an. Eine gründliche Untersuchung des Darms sollte dabei für alle Frauen ab 50 Jahren ebenso regelmäßig auf dem Plan stehen. Ein Abtasten des Enddarms sowie eine Untersuchung des Stuhlganges sind hier die am häufigsten angewandten Methoden. Ab dem 50. Lebensjahr wird eine Darmkoloskopie empfohlen, das ist eine Darmspiegelung, dei der mit einem speziellen Endoskop die Darmschleimhaut auf Veränderungen (Polypen) untersucht wird, die gleich während dieser Untersuchung entnommen werden können.

Die Osteoporose ist ebenfalls eine Erkrankung, die bei Frauen nach der Menopause vermehrt auftritt. Etwa jede dritte Frau ist in diesem Alter vom Knochenschwund betroffen. Wird diese rechtzeitig erkannt und behandelt, können die gefürchteten Knochenbrüche, welche diese Erkrankung häufig mit sich bringt, vermieden werden. Die Untersuchung, mit welcher Osteoporose erkannt wird, nennt sich DXA-Messung. Bei dieser wird der Mineralgehalt der Knochen bestimmt. Die DXA-Messung sollte alle 3-5 Jahre wiederholt werden.

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