Wie kann ich Stress abbauen?

So kannst du Stress abbauen

Nicht nur das allgemeine Wohlbefinden und die Lebensfreude leiden unter den Folgen von Stress, sondern auch die persönlichen Beziehungen, die Familienharmonie und vor allem die Gesundheit, denn zwei von drei Krankheiten sind heutzutage stressbedingt. Wenn du bei dir feststellst, dass du stark unter Stress stehst und sich bereits einige der typischen Symptome zeigen, ist es Zeit zu handeln.

In der neuen women30plus-Stress-Serie erklärt Dipl. Mental Coach Britta Saphira Brutscher alles rund um das Thema „Stress“

Britta Saphira Burtscher

Effektives Entspannungstraining

Um dauerhaft gegen die Folgen von Stress vorzubeugen, ist es jedoch wichtig, auf zwei Ebenen vorzugehen. Zunächst einmal hilft ein konsequentes Entspannungstraining dabei Stress abzubauen. Schaffe dir Freiräume und nimm dir abends einige Momente Zeit für bewusste Entspannung, damit Stresshormone abgebaut werden und Körper, Geist und Seele wieder zur Ruhe kommen.

Da helfen auch schon 15 Minuten, die sich jeder einbauen kann: Genieße ein heißes Lavendel- oder Melissen-Bad, entspanne bei schöner Musik, einer Entspannungs-CD oder einem spannenden Buch. Mach einen gemütlichen Spaziergang in der frischen Luft und achte auf bewusstes Atmen. Suche dir deine ganz individuellen Möglichkeiten, bei denen du abschalten und entspannen kannst.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Methoden wie Autogenes Training, Yoga, Qi Gong oder Meditation, die du wenigstens ein bis zwei Mal die Woche nutzen solltest, um deinem Körper die Ruhe zu geben, die er braucht um zu regenerieren. Mit regelmäßigem Entspannungstraining kannst du also schon sehr viel tun, um dein Wohlbefinden zu steigern.

Die Wurzel des Stress erkennen

Um Stress in deinem Leben wirklich effektiv und dauerhaft abzubauen und dich langfristig vor den Folgen zu schützen, ist es allerdings notwendig, den Stress erst gar nicht mehr entstehen zu lassen. Das heißt wir betrachten die Ebene des Verhaltens.

Dabei ist es erst einmal wichtig, sich der Stressoren bewusst zu werden: Wo liegen die Belastungspunkte? Im Beruf, in der Familie oder im Privatleben? Welche Ursachen hat die Belastung? Ist es Über- oder Unterforderung, Zeitdruck, schlechte Organisation? Auch Perfektionismus, das Streben nach Anerkennung oder die Einstellung „ich muss alles selber machen“ sind oft unbewusste aber erhebliche Stressoren, die sich auf viele Bereiche des Lebens auswirken können.

Wenn die Ursache erst einmal erkannt wurde, reicht dann schon die hundertprozentige Entscheidung aus, um eine dauerhafte Veränderung einzuleiten. Konkrete Schritte helfen bei der Umsetzung. Wer sich selbst schwer tut, diese Belastungspunkte aufzuspüren, ist in einem Seminar für Stressmanagement oder bei einem Stressbewältigungscoach gut aufgehoben. Hier werden gezielte Methoden angewandt, um sich vor allem auch der unbewussten Stressoren bewusst zu werden und diese zu verändern. Mit der daraus gewonnenen Klarheit und dem neu gewonnenen Handlungsspielraum gelingt der Weg in ein Leben mit mehr Gelassenheit und Lebensfreude leichter.

Im Interview: Britta Saphira Brutscher, Dipl. Mental Coach

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