Coaching Serie: Wie finde ich das passende Lebensmodell für mich?

wie finde ich das passende Lebensmodell für mich?

Viele junge Menschen ab 30 spüren großen Druck ihre Weichen fürs Leben zu stellen: Für welches Lebensmodell soll ich mich entscheiden?

  • Soll ich mich binden, oder doch lieber noch die Weltreise machen?
  • Ernsthaft auf Beziehungskurs oder lieber Friends with Benefits?
  • Kinder: ja oder nein? Und wenn ja, wann?
  • Kurs auf Geld & Karriere, oder besser Work Life Balance?
  • Stadtwohnung, oder lieber ein Leben auf dem Land?

Kommt dir der Stress bekannt vor? Doch woher kommt dieser Druck? Und weshalb diese Eile? Handelt es sich wirklich um dein eigenes Lebensmodell, oder geht es eher darum die Erwartungen anderer zu erfüllen?

In diesem Beitrag zeigt Business- & Life Coach Alice Nilsson auf, weshalb vielen Frauen, im Alter von 30plus, die Weichenstellung für ein passendes Lebensmodell so schwer fällt.

Tinder, Kinder & Co. – welches Lebensmodell ist richtig?

Wir leben in einer Zeit, in der die Zukunft wenig Sicherheit zu bieten hat. Beziehungsformen unserer Eltern sind Auslaufmodelle. Swipen auf Tinder löst die romantische Vorstellung des Kennenlernens ab. Neues Arbeiten ist in aller Munde, doch was genau ist damit gemeint? Sind die ausgetretenen Karrierepfade unserer Eltern noch ein gutes Vorbild? Gibt es überhaupt noch eine ideale Lebensform? Und was heißt überhaupt ideal?

„Das war bei uns immer schon so“

Oft sind Menschen im Alter zwischen dreißig und vierzig schnurstracks unterwegs auf einem ganz (vor)bestimmten Kurs, ohne zu wissen, ob die eingeschlagene Richtung auch wirklich gut und individuell passend ist.

  • Papa ist Arzt, also studiert das Töchterlein auch Medizin.
  • Mutter hat mit 27 ihr erstes Kind bekommen und die Tochter noch nicht mal eine Beziehung. Panik im Elternhaus. Und dieser Druck setzt sich fort in die nächste Generation.

Doch wer sagt, dass die Lebensentwürfe der Elterngeneration heute noch stimmig ist mit unseren Lebenswelten?
Meine Antwort vorweg: Es gibt kein richtig oder falsch.

Ausgebrannt, ohne je Feuer gefangen zu haben.

In meine Praxis kommen viele junge Frauen, die mit dem Druck der Elterngeneration nicht umgehen können. Sie fühlen sich fremdgesteuert und ausgebrannt, ohne je für etwas leidenschaftlich Feuer gefangen zu haben.

Die Angst, die Erwartungshaltungen anderer nicht zu erfüllen, ist grösser, als die Lust Neues auszuprobieren. Der sorgenvolle Blick darauf, was die anderen denken oder sagen könnten, steht wie ein Stopp-Schild vor der Weggabelung ins eigene Glück. Das Heischen nach Likes, Lob und Anerkennung macht viele blind für den eigenen Weg. Man muss schon ein bisschen mutig oder rebellisch sein, um sich gegen alte Denk- und Verhaltensmuster durchzusetzen.

Chill mal, Baby. Chill.

Die Welt da draussen ist laut. Wo ist das gute alte Bauchgefühl geblieben? Diese innere Stimme, die uns sagt, was uns gut tut und was nicht? Mit sich selbst in Verbindung bleiben, während man mit anderen ist, fällt den wenigsten Menschen leicht, doch man kann es lernen.

Mein Tipp: Schalte deinen Autopiloten aus.

Schalte deinen Autopiloten aus, der dir tagtäglich vorsagt, was du tun musst. Geh raus in die Natur. Nimm dir ganz bewusst Auszeiten.

In der Ruhe liegt die Kraft. Dieses Sprichwort hat auch heute nicht ausgedient.

Studien zeigen, dass wertvolle Impulse, Kreativität und Flow am ehesten in Ruhephasen entstehen. Es ist also total OK, mal runter zu gehen vom Gas. Wenn du erfahren willst, welcher Weg und welches Lebensmodell das Beste ist für dich, wirst du die Antwort nicht finden, wenn du mit dem Autopiloten durchs Leben rast. Du findest die Antwort auch nicht, wenn du immer nach links oder rechts schaust, um zu sehen, was die anderen machen.

Ein Spaziergang durch den Wald hingegen kann helfen, den eigenen Weg zu finden. Mit allen Sinnen reinspüren, wie es da riecht, raschelt und zwitschert. Schauen, wie sich das Licht spiegelt im Gras und in den Pfützen. Das feuchte Moos angreifen und die stacheligen Nadeln spüren. Waldbeeren pflücken und schmecken.

Einfach Innehalten und SEIN.

Wenn es still wird, dann ist es gut. Dann entsteht Raum für neue Ideen. Altes kann abfliessen und Eigenes kann entstehen.

Die weiteren Teile unserer Coaching-Serie:

>> Erfahre in diesem Beitrag unserer Coaching-Serie, warum ein Business- oder Life Coaching für dich Sinn machen könnte.

>> Coaching-Serie: Mut zur Veränderung

>> Coaching-Serie: Grenzen setzen

>> Coaching-Serie: Der innere Kritiker

>> Coaching-Serie: Hochstapler-Syndrom

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