Coaching-Serie: Wie du Weihnachten zu einem gelungenen Fest machen kannst

Coaching-Serie: wie du Weihnachten zu einem gelungenen Fest machst

Die Lichter in der Fußgängerzone der Stadt leuchten, Punsch und Maroni duften und erste vorweihnachtliche Gefühle beginnen sich zu regen. Nicht nur bei Kindern, auch bei vielen Erwachsenen.

Weihnachten – oft rollen sie zwar vordergründig mit den Augen – ob des kommerziellen Trubels. Aber irgendwo tief drinnen im Herzen, gibt es auch bei Erwachsenen Erinnerungen. Schöne oder weniger schöne – jedenfalls aber prägende Erinnerungen.

In diesem Beitrag gibt Business- & Life Coach Alice Nilsson mentale Tipps und zeigt auf, worauf du achten kannst, damit Weihnachten ein schönes Fest für dich und deine Liebsten wird.

Bei vielen ist die Weihnachtszeit nicht die stillste Zeit des Jahres, der Druck und die Erwartungen an ein perfektes Weihnachtsfest sind groß.

Doch, was tun, wenn man keine Happy Family hat?
Und was, wenn die Vorstellungen wie „das perfekte Fest“ abzulaufen hat, divergieren?
Was, wenn zu Jahresende die Kräfte ausgehen und man eigentlich Ruhe statt Trubel bräuchte?

Kommen dir diese Gedanken bekannt vor? Dann geht es dir wie einigen meiner Klientinnen:

  • Kerstin, 36, ist im Stress. Als Mutter zweier kleiner Kinder spürt sie den aufsteigenden Druck. Das Christkind kommt! Die Überraschung soll perfekt sein für die Kinder. Ihr Mann, Roland, ist durchaus hilfsbereit, aber heuer kommen seine Eltern zu Besuch und da gilt es, einen heiklen Spagat zu meistern.

    Die Erwartungshaltungen könnten unterschiedlicher nicht sein. Kerstin möchte gerne ein entspanntes Fest der Liebe feiern. Ein oder zwei Pakete sind genug für die Kinder, dann wird musiziert, gesungen und gelacht. Statt fetter Pute möchte sie gerne ein kleines Buffet vorbereiten und dann dem Abend, ohne festen Plan, seinen Lauf lassen.

    Nach Roland´s Vorstellung ist Weihnachten immer eine „Packerl-Orgie“. Kerstin weiß schon im Vorfeld, dass sie den Schwiegereltern die „Freude am Schenken“ nicht nehmen wird können. Und natürlich kommt der Braten auf den Tisch. Kerstin wird wohl nur die Beilagen essen, denn sie lebt seit einem Jahr vegan.
  • Louise, 31, kam neulich zu mir in die Praxis, da sie sich vor den Feiertagen emotional stärken möchte. Meist fühlt sie sich an diesen Tagen traurig, einsam und sentimental. Sie weiß noch nicht, wie und wo sie Weihnachten verbringen soll.

    Während ihre Freunde mit ihren „Happy Families“ unter dem Weihnachtsbaum sitzen und diesen glücklichen Schein auf Instagram posten, hat Louise keine Familie, zu der sie fahren möchte. Eltern geschieden, Vater lebt in Deutschland mit seiner neuen Partnerin und die Mutter hat sich noch nie etwas aus diesen Feiertagen gemacht. Im Coaching-Gespräch geht es viel um den Abgleich von Erwartungshaltungen und um Resilienz.

Familiärer Druck & Gesellschaftlicher Druck

Der Druck ist groß. Videoclips auf Social Media gaukeln vor, wie einfach es ist, Weihnachtszauber zu generieren, sechs-gängige Menüs zu servieren und üppige Christbäume bis an die Decke zu dekorieren.

Wie wäre es damit, mal kurz inne zu halten, und sich zu fragen „Will ich das alles überhaupt?“ „Brauch ich diesen ganzen Zinnober, um glücklich zu sein?“ „Passt diese Art Weihnachten zu feiern in meine derzeitige Lebensphase?“ und „Was brauche ich, um schöne Feiertage zu verbringen?“

Viele haben verlernt, Nein zu sagen. Der innere Antreiber, es allen recht machen zu wollen, wird an Tagen wie diesen ganz besonders gefordert.

Aber Achtung: Für „People Pleaser“ kann Weihnachten zur Zerreißprobe werden!

Mein Tipp: Kurz mal innehalten! Bewusst ein- und ausatmen. Mut zur Imperfektion

Zusammenprall verschiedener Glaubenssätze an Weihnachten

Ursache für die meisten Probleme, an den Feiertagen ist unsere „Scheuklappen-Denke“. Diese tief eingegrabenen Vorstellungen: „So muss Weihnachten sein“, ganz gleich, ob es um banale Fragen, wie zB die Grösse des Christbaumes, die Programm-Abfolge des Abends, die Anzahl der Packerl etc. geht, oder um grössere Fragen, in den meisten Familien und Patchwork-Familien prallen Glaubenssätze zusammen.

Mein Tipp: Mach dich stark für Dinge, die dir wirklich wichtig sind. Aber sei auch neugierig auf neue Ideen. Nur wer sich für Neues öffnet, hat die Möglichkeit, neue schöne Erfahrungen zu machen.

Rollenkonflikte

Zu Weihnachten kann es zu krassen Rollenkonflikten kommen:

⦁ Der Partner wird plötzlich zum Sohn und möchte es Mama ebenso recht machen, wie seiner Frau oder den Kindern. Konflikte sind vorprogrammiert…
⦁ Schwiegertöchter und Schwiegermütter sind meist ohnedies ein interessantes Kräfteverhältnis. Dahinter stecken meist größere oder kleinere Machtkämpfe. Wer hat den Lead? Wer gibt den Kurs vor?

Mein Tipp: Erwartungshaltungen abgleichen. Klare Absprachen. Achtsame, aber ehrliche und klare Kommunikation auf Augenhöhe sind wichtige Erfolgsfaktoren.

Der Zaubersatz

Probier doch einfach mal zu sagen: „Ich brauch jetzt mal ne kurze Pause, ein bisschen Me-time“! Du wirst sehen, so ein Satz wirkt Wunder. Sobald du diesen Satz ausgesprochen hast, geh‘ in den stillsten Raum des Hauses und chill‘ mal ne Runde. Nichts denken. Einfach nur Programm runterfahren und in Ruhe atmen.

Keiner wird dir das nehmen wollen, jeder wird wissen, dass das jetzt genau das ist, was du brauchst. Bloß… sagen musst DU diesen Satz selbst…

Mein Tipp: Kleine Pausen einlegen. Schutzbubble. Bewegung an der frischen Luft. Nicht alles ernst nehmen. Lachen. Rechtzeitig um Geschenke kümmern und Erwartungen abgleichen. Verreisen oder „Friendsmas“ feiern, wenn dir der Sinn nicht nach Familie steht. Offen sein für Vielfalt statt in Traditionen zu verharren.

In diesem Sinne wünsche ich dir von Herzen: FROHE & GLÜCKLICHE WEIHNACHTSTAGE!

Die weiteren Teile unserer Coaching-Serie:

>> Warum ein Business- oder Life Coaching für dich Sinn machen könnte
>> Mut zur Veränderung
>> Grenzen setzen
>> Der innere Kritiker
>> Das passende Lebensmodell für mich
>> Toxischer Müll
>> Hochstapler-Syndrom
>> Energie-Vampire
>> Happy Money Mindset
>> Situationship
>> positive Ausstrahlung
>> Co-Abhängigkeit Teil 1
>> Co-Abhängigkeit Teil 2
>> Mut zur Selbständigkeit
>> Selbstwert
>> Gelungenes Weihnachtsfest
>> Gute Vorsätze und Umsetzung
>> Insights mit 30
>> Kontrollverlust

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