Tipps und Tricks zum Lesenlernen

Tipps zum Lesenlernen
Wie können Eltern ihre Kinder beim Lesenlernen unterstützen?; Bildquelle: istockphoto, gbh007
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Eine der größten Herausforderungen für Volksschüler ist das Lesenlernen. Wie können Eltern ihre Kinder beim Lesenlernen unterstützen und auf was sollten sie achten?
 
Wir haben Katja Straub, Pressereferentin für Kinder- und Jugendbücher beim Duden Verlag zu diesem Thema befragt:

1. Rituale:

Katja Straub, Pressereferentin für Kinder- und Jugendbücher beim Duden Verlag; Bildquelle: PR

Wenn du dein Kind beim Lesenlernen unterstützen willst, dann verbinde die tägliche halbe Stunde lesen üben doch mit einem kleinen Ritual, auf welches sich das Kind besonders freut.
Macht es euch zum Beispiel zu zweit auf der Couch gemütlich und trinkt einen heißen Kakao dazu.
Denn: Das Gehirn speichert ab, wenn mit Ruhe und Liebe gelernt wurde, und diese angenehmen Gefühle werden dann beim Abrufen des Gelernten wieder mobilisiert.

2. Lob:

Lobe dein Kind regelmäßig, gerade am Anfang braucht es Motivation und Ansporn um weiterlernen zu wollen. Ermahnungen oder gar Vorwürfe schaden der kindlichen Konzentration und Motivation. Auch in der Schule erworbene Fähigkeiten wollen von den Kindern vorgezeigt und honoriert werden.

3. Spiele:

Verbinde die Leseeinheiten mit kleinen Spielereien. Das sollten keine großartigen Experimente sein, sonst wird das Kind von der eigentlichen Aufgabe abgelenkt. Vielmehr könnten das Dinge sein, die das „Lernen“ interessanter und anschaulicher machen.
Beispiel: Wie wäre es, wenn du dich mit deinem Kind beim Lesen abwechselst? So entsteht keine Überforderung aufseiten des Kindes und es lernt gleichzeitig noch richtige Betonungen, indem es dir zuhört.

4. Geduld:

Ungeduld ist kein guter Lehrmeister. Zumal sich das Lesenlernen in vielen, meist kleinen Schritten entwickelt. Es geht noch nicht um fehlerfreies Lesen, es ist ganz normal wenn dein Kind Fehler macht.

Nehme deinem Kind keinesfalls die richtige Lösung vorweg. Nichts ist schöner, als das Gefühl etwas selbst „geschafft“ zu haben. Kleine Fragen, die deinem Kind zur richtigen Lösung verhelfen, sind natürlich erlaubt.

Tipp: Erwachsene haben meist vergessen, mit wie viel Mühe das Lesenlernen verbunden war. Welche Meisterleistung dein Kind gerade erbringt, kannst du noch mal an dir selbst testen. Ersetze in einer Anlauttabelle die Laute durch fremde Zeichen und versuche dann, aus den einzelnen Zeichen verschiedene Wörter zu schreiben und sich vorzustellen, man müsste diese Zeichen auch noch lesen können. 

5. Weitere Tipps:

1. Im Hintergrund sollten keine unnötigen Geräuschquellen laufen, wie Fernseher oder Radio. Das Kind wird sonst abgelenkt und verliert die Lust am Lernen.
2. Dein Kind braucht in diesem Alter viel (ungefähr 10 Stunden) Schlaf, sodass ein volles Maß an Konzentrationsfähigkeit, Aufnahmefähigkeit und Leistungsfähigkeit erreicht werden kann.
3. Dein Kind braucht nach einer halben Stunde lernen eine kleine Pause. Frische Luft und Bewegung regt die Konzentration an und wirkt sich positiv auf die Motivation aus.

Hier noch zwei Buch-Tipps:

Bildquelle: Duden Verlag
Bildquelle: Duden Verlag

Der verschwundene Roboter – Lesedetektive (1. Klasse)

Nicks Robeter Ellon ist spurlos verschwunden. Nick und sein Onkel müssen ihn suchen…eine einzigartige Kombination aus Erstlese- und Malbuch. Nach dem Prinzip „Lesen – Verstehen – Malen“ vervollständigt das Kind selbst die Illustrationen anhand des gelesenen Textes.
EUR 7,95
erschienen im Duden Verlag
.Nora und die Tigerinsel – Lesedetektive (2. Klasse)
Nora macht mit ihren Eltern Urlaub in einem fremden Land, direkt am Meer. Leider ist es dort ganz schön langweilig. Doch dann trifft Nora die wilde Lea, die ganz allein auf einer gefährlichen Insel lebt. Der Titel aus der Erstlesereihe „Lesedetektive“ von Duden begleitet Kinder beim Lesenlernen und fördert das verstehende Lesen.
EUR 7,95
erschienen im Duden Verlag

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