Buchrezension: Lenauwahn von Hermann Bauer

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Buchrezension Lenauwahn - ein Wiener Kaffeehauskrimi; Bildquelle: Gmeiner Verlag

Buchrezension Lenauwahn - ein Wiener Kaffeehauskrimi; Bildquelle: Gmeiner Verlag

Gmeiner Verlag

Der 6. Kaffeehauskrimi rund um den neugierigen Oberkellner Leopold.

Leopold liebt seinen Beruf und seinen Arbeitsplatz - das Cafe Heller - über alles und ist mit Leib und Seele Oberkellner. Neben seiner Leidenschaft als Kellner begeistert ihn eine Sache aber noch viel mehr – das Lösen von Mordfällen.
Kurz vor Allerheiligen stirbt der im Ort sehr bekannte Gymnasiallehrer Hannes Langthaler. Als nach der Beerdigung am Jedleseer Friedhof der Sarg heimlich geöffnet wird und die Kleidung des Verstorbenen in einer Mülltonne am Friedhof gefunden wird, passieren noch andere sonderbare Vorkommnisse. Der Neffe des Verstorbenen verschwindet am Tag des Begräbnisses spurlos und ein Jugendlicher wird direkt vor dem Friedhof niedergeschlagen.

Leopold entdeckt eine erste heiße Spur in einem vom verstorbenen Gymnasiallehrer Langthaler gegründeten Verein „die Lenaubrüder“, als bei einem Allerheiligenkonzert im Cafe Heller auch noch der Pianist verschwindet und erdrosselt beim Jedleseer Friedhof entdeckt wird. Nachdem Leopold von der Mutter des verschwundenen Neffen um Hilfe gebeten wird, entdeckt er immer mehr Zusammenhänge zwischen dem verstorbenen Lehrer und den „Lenaubrüdern“ und arbeitet sich Stück für Stück in einer gefährlichen Ermittlung voran, unterstützt von seinen Freunden dem Lehrer Korber und Oberinspektor Juricek.

Der ewige Junggeselle Leopold lernt während all dem Trubel rund um die Morde und Angriffe auch noch eine Frau kennen, die ihn nicht mehr los lässt und die in kürzester Zeit sein Herz und vor allem sein Leben erobert. Leopold hat also sowohl in der Liebe als auch bei den Ermittlungen und Nachforschungen alle Hände voll zu tun und kommt der Wahrheit langsam näher.

Die Geschichte und die Werke rund um Nikolaus Lenau spielen eine zentrale Rolle und werden immer wieder gekonnt in den Krimi eingebunden. Jedes Kapitel beginnt mit einem kurzen Auszug aus einem seiner Werke. Nikolaus Lenau war in der deutschen Literatur für seinen einzigartigen melancholischen Ton in seinen Dichtungen bekannt und passt damit gekonnt zur trüben Novemberstimmung und all den Geschehnissen rund um Mord und Verrat. 

Man kann sich von Beginn an sehr gut in das Leben und die Person Leopold hineinversetzen und ist rasch mitten im Geschehen. Der Krimi liest sich angenehm leicht und baut von Beginn an Spannung auf. Die geheimnisvollen und historischen Einflüsse bilden eine rundum spannende Krimigeschichte mit einer schnell liebgewonnenen Hauptfigur und der Leser wird durch die laufenden Geschehnisse gebannt am Lesen gehalten. 

Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es allen Krimifans empfehlen. 

Lenauwahn
Ein Wiener Kaffeehauskrimi
von Hermann Bauer
erschienen im Gmeiner Verlag
ISBN 978-3-8392-1414-5
11,99 €

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