Coaching-Serie: Gute Vorsätze und deren Umsetzung

Gute Vorsätze und deren Umsetzung

Gerade zu Beginn eines Jahres starten viele durch und machen gute Vorsätze. Doch was passiert damit im Laufe des Jahres? Wie schafft man es, echte Veränderungen langfristig durchzuziehen?

In diesem Beitrag zeigt Business- & Life Coach Alice Nilsson auf, worauf es ankommt: wie kannst du gute Vorsätze, Ziele oder persönliche Visionen nachhaltig umsetzen und wie kannst du das Gesetz der Anziehung für dich nützen.

Letztes Jahr erzählte mir meine Klientin Laura, 33, dass sie am 1.1.2023 mit ihren Freundinnen eine Challenge gestartet hatte. Ziel war es, den Fitness-Status zu verbessern. Um die gewünschte Kondition zu erlangen, kommittierten sich die Mädels zu einem 30-minütigen Workout an mindestens fünf Wochentagen. Die Kontrolle lief über eine App, auf der jede ihre Trainingszeiten speichern konnte.

Laura war ganz begeistert. Endlich schien sie einen Weg gefunden zu haben, ihre Ziele zu verwirklichen. Ich drückte ihr die Daumen und beobachtete die Entwicklung mit Neugierde. Doch wenige Monate später, war die Euphorie des neuen Jahres verpufft.

Laura bat mich um Unterstützung. Sie wollte lernen ihre Entscheidungen und Verhaltensveränderungen langfristig durchzuziehen.

Warum gute Vorsätze zu Neujahr oft scheitern

Viele Klient*Innen kommen mit diesem Thema zu mir in die Praxis. Meist bekomme ich Sätze, wie diese zu hören:

  • Ich bin leider nicht so diszipliniert, aber im neuen Jahr nehme ich mir vor auf zuckerhaltige Getränke und Süßes zu verzichten.
  • Ich bin nicht sportlich, aber ab dem 1.1. will ich endlich durchstarten und regelmäßig trainieren.
  • Ich mache mir dauernd über irgend etwas Sorgen. Meine Ängste und Zweifel belasten mich. Sogar meine Freunde sagen oft zu mir „Ach, mach dir doch nicht so viele Gedanken…“. Daher lautet mein großer Vorsatz für das kommende Jahr: Aussteigen aus der negativen Gedankenspirale. Doch wie soll ich das schaffen?

Die Vorsätze sind oft sehr lobenswert und auch kreativ. Doch die Sache mit der Umsetzung ist nicht einfach, denn schon nach kurzer Zeit führt uns unser Autopilot zurück in die vermeintliche Komfortzone und man fällt zurück in alte Muster. Das Resultat ist frustrierend, weil man feststellen muss, dass wieder ein Jahr vergangen, aber die unerwünschten Verhaltensweisen geblieben sind.

So durchbrichst du den Autopilot in fünf Schritten

Laura hat mir erlaubt, zur besseren Erklärung, ihren Autopiloten als konkretes Beispiel anzuführen:

Laura denkt: „Ich bin unsportlich“ Und weil Laura so denkt, fühlt sie sich unsportlich. Und weil Laura sich unsportlich fühlt, denkt sie, dass sie unsportlich ist usw.

Laura fühlt und denkt immer dieselbe demotivierende Spirale. Auch die Kontrolle durch die App, die sie mit ihren Freundinnen teilte, half ihr nicht eine nachhaltige Veränderung durchzuziehen.

Das Ergebnis: Frust.

Denn: So wie du denkst, so fühlst du dich / so wie du dich fühlst, so denkst du / so wie du denkst, so fühlst du dich / so wie du dich fühlst, so denkst du / so wie du denkst, fühlst du dich / so wie du dich fühlst, so denkst du und so weiter….

Ich möchte dir nun die 5 wichtigen Schritte aufzeigen, auf die es ankommt. Wenn du wirklich etwas verändern willst. Dann achte auf deine Gedanken & Gefühle!

Step 1: Gefühl aufschreiben

Welches Gefühl möchte ich nicht mehr fühlen? (Frust, Angst, Wut, Sorge, Neid…)

Laura trifft eine wichtige, emotionale Entscheidung: „Ich will dieses Frustgefühl nie mehr haben!“ Die Entscheidung betrifft Laura´s Gefühlsebene. Sie lautet also nicht „Ich will Sport machen“, sondern „So frustig will ich mich nie mehr fühlen“.

  • Ruf dir die alten Gewohnheiten und Gedankenmuster in Erinnerung, die dieses „alte“, unerwünschte Gefühl hervorgebracht haben.

Step 2: Vision und damit verbundenes Gefühl vorstellen

Wie will ich mich fühlen? Laura imaginiert ihre Vision: „Ich sehe mich mit roten Wangen, ausgepowert nach dem Joggen, ich bin stolz und fühle mich überglücklich.“

  • Welche Gefühle möchtest du mit deinem Körper und Geist vernetzen?
    Sobald du beginnst die Energie vom alten Selbst (den alten Gedanken, alten Gefühlen…) abzuziehen, beginnt die innere Vision Form anzunehmen…

Step 3: Dream Big

Welche Gedanken & Gefühle möchte ich ab jetzt befeuern und vernetzen? Wahre Größe ist gefragt. Denn was helfen die schönsten Visionen, wenn ich mir denke, dass ich das nicht verdient habe? Oder, dass ich das eh nie schaffen werde…

Das Beste ist gerade gut genug!

  • Träume deine schönste, beste, glücklichste, erfolgreichste Version deiner selbst. Denn genau das hast du verdient.

Step 4: Sei auf der Hut

Beobachte deine Gedanken und die damit verbundenen Gefühle. Immer wenn sich „alte“ Gedanken einschleichen, kick sie weg und verbinde dich mit deiner Vision, deinem Traum und den damit verbundenen positiven Gefühlen.

  • Wie willst du dich ab nun fühlen und verhalten? Gib diesem neuen erwünschten Gefühl deine volle Power!

Step 5: Vertrauen, Vorfreude und Dankbarkeit

Erlaube deinem Herz, sich dafür zu öffnen. Verliebe dich in dieses neue Gefühl, in deinen neuen Seins-Zustand. Vertraue, dass dieser neue Gedanke, diese Vision zur Erfahrung wird. Geh in die Vorfreude und spür dich rein in dieses herrliche Gefühl, das erreicht zu haben, was du dir vorgenommen hast, denn:

  • Die goldene Regel der Quantenphysik lautet: Energie folgt Aufmerksamkeit!
    Die emotionale Signatur der Dankbarkeit bedeutet, dass es bereits geschehen ist.
    Dankbarkeit ist die höchste Form der Akzeptanz.

Mit meinen Klienten erarbeite ich diesen Mind-Shift im Zuge kleiner Trance-Reisen. Ich führe sie in Ihre Vision und die damit verbundenen Emotionen. Dadurch wird es leichter, den gewohnten Autopiloten zu durchbrechen und neue Gedanken- und Verhaltensmuster zu manifestieren, einen neuen Seins-Zustand zu generieren.

Auch du kannst es schaffen. Probiere einfach mal aus, dich selbst und deine Gedanken zu beobachten. Allein das Erkennen und Bewusstwerden der eigenen Gedanken und das Aussteigen können erste Schritte zum Erfolg sein.

Laura ist diesen Weg gegangen. Mittlerweile kann sie sich keinen Tag vorstellen, der nicht mit einer kleinen Sporteinheit beginnt. Ihre Gedanken und ihr gesamtes Leben sind seither viel positiver, voller Selbstvertrauen und Dankbarkeit.

Laura meinte letztens in unserer Sitzung: „Seit ich bewusster auf meine Gedanken achte, geht alles viel einfacher. Ich habe begriffen, dass ich jeden Tag und jeden Augenblick, die Macht habe zu entscheiden, welchen Gedanken ich Raum gebe und welchen nicht… denn so wie ich denke, fühle ich mich und so wie ich mich fühle, denke ich… also warum nicht gleich positiv und voller Vertrauen denken?“

Als Laura das sagte, wusste ich: Laura hat viel gelernt.

Wenn du mehr über das Gesetz der Anziehung erfahren möchtest, dann schau dir gerne mein Video dazu an.

Alles Gute, beim Umsetzen deiner Ziele wünscht dir Alice.

Die weiteren Teile unserer Coaching-Serie:

>> Warum ein Business- oder Life Coaching für dich Sinn machen könnte
>> Mut zur Veränderung
>> Grenzen setzen
>> Der innere Kritiker
>> Das passende Lebensmodell für mich
>> Toxischer Müll
>> Hochstapler-Syndrom
>> Energie-Vampire
>> Happy Money Mindset
>> Situationship
>> positive Ausstrahlung
>> Co-Abhängigkeit Teil 1
>> Co-Abhängigkeit Teil 2
>> Mut zur Selbständigkeit
>> Selbstwert
>> Gelungenes Weihnachtsfest
>> Insights mit 30
>> Kontrollverlust

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