Tipps für Zero Waste im Büro

Zero Waste im Büro

In punkto Nachhaltigkeit sind wir alle gefragt, denn jeder kleine Schritt trägt dazu bei, dass sich etwas ändert. Auch vor dem Büro macht das nicht Halt, denn auch hier können wir nachhaltiger agieren als wie es bis jetzt getan haben.

Ein „grünes Büro“ umzusetzen, ist gar nicht so schwierig. Mit der richtigen Einstellung klappt es ganz leicht. In diesem Beitrag findest du zahlreiche Tipps, wie du deinen Büroalltag nachhaltiger gestalten, Zero Waste im Büro umsetzen und auf umweltfreundliches Büromaterial setzen kannst.

Zero Waste – was versteht man darunter?

In den letzten 60 Jahren haben wir uns in eine Wegwerf-Gesellschaft entwickelt. Bei Zero-Waste geht es darum, Gewohnheiten, die unsere Umwelt belasten, zu überdenken und zu ersetzen. Es geht dabei darum, unseren Müll zu reduzieren. Im Durchschnitt produziert jeder Einzelne 1,5 kg Müll pro Tag. Da besteht also definitiv Luft für Verbesserung.

Zero Waste steht für Null (Rest-)Müll, wobei das als Endziel zu betrachten ist. Jeder Schritt in Richtung Müllvermeidung zählt bereits, entlastet die Umwelt und verbessert unsere Ist-Situation.

Zero Waste basiert auf den 5 R’s:

  • Refuse (=Verweigern): Kann ich dieses Produkt/diesen Abfall vermeiden? Brauche ich das wirklich?
  • Reduce (=Reduzieren): Benötige ich wirklich soviel? Kann ich meinen Konsum reduzieren?
  • Reuse (= Wiederverwenden): Kann ich es noch einmal verwenden oder kann ich es weitergeben? Second Hand…
  • Recycle (= Wiederverwerten): Gibt es noch weitere Einsatzmöglichkeiten für das Produkt? Kann ich es einem Recycling-Prozess zuführen? Altglassammlung, Metall-Recycling…
  • Rot (=Kompostierbar): Ist das Produkt kompostierbar? Kann ich eine kompostierbare Alternative wählen?
Die 5 R's von Zero Waste

Zero Waste am Schreibtisch

Einer der Hauptverursacher von Büromüll ist Papier: im Durchschnitt werden 26 Blatt Papier pro Kopf und Tag verbraucht. Die Herstellung von Papier benötigt Ressourcen wie Holz, Wasser und Energie und setzt CO2 frei. Die Ökobilanz von Papier auf Frischfasern ist daher alles andere als gut.

Um Zero Waste im Büro umzusetzen, gilt daher im Sinne der 5 R’s: entscheide zuerst, ob du das gewünschte Dokument wirklich ausdrucken musst? Reicht nicht die digitale Ablage auf dem Computer? Wenn du es in Papierform benötigst, dann wenn möglich beidseitig drucken und damit schon mal die Hälfte an Papier sparen.

Beim Papier ist die umweltfreundlichste Variante das Recycling-Papier. Es schont Ressourcen (60% weniger Wasser und Energie), hat kurze Transportwege und kann mehrfach wiederverwertet werden. Eine Studie der TU Darmstadt belegt, dass sich eine Holzfaser bis zu 25mal wieder verwenden lässt.

Achte auch darauf, wie die Druckqualität am Drucker eingestellt ist. Textdokumente benötigen eine geringere Qualität als zum Beispiel Fotos. Hinterfrage auch, ob du in Farbe drucken musst oder ob schwarz/weiß ausreicht.

Apropos Drucker: erkundige dich, ob du für deinen Drucker wiederbefüllbare Patronen verwenden kannst.

Auch bei den Stiften kannst du Müll vermeiden: setze auf wiederbefüllbare Stifte wie Füllfedern oder Kugelschreiber. Auch Leuchtstifte* und Whiteboard-Stifte gibt es mittlerweile nachfüllbar.

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Ordner*, Schnellhefter* und Klarsichtfolien*: all diese Produkte gibt es ebenfalls in umweltfreundlichen Varianten, so kannst du Plastik vermeiden.

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Auch beim Online-Händler memo findest du tolle, nachhaltige Produkte für dein Zero Waste Büro.

Zero Waste in der Büroküche

Ja, auch in der Büroküche lässt sich einiges an Müll einsparen und Zero Waste im Büro umsetzen. Fangen wir mal mit dem liebsten Bürogetränk an, dem Kaffee. In vielen Büro-, aber auch privaten Küchen sind Kaffeekapseln mittlerweile gang und gäbe. Durch diese kleinen Alu-Kapseln entstehen pro Jahr 5000 Tonnen Müll. Krass, oder?

Wenn du absoluter, unbeirrbarer Fan der Kaffeekapseln bist, dann schau dich mal nach ökologisch-abbaubaren Kapseln um. Auch wiederbefüllbare Kapseln gibt es mittlerweile. Noch besser sind die Zero-Waste Kaffeezubereitungs-Varianten wie Espresso-Maschine mit Siebträger, die gute alte Moka für den Herd oder das French-Press-Verfahren. Auch bei der Kaffeefilter-Maschine bleibt am Ende nur der kompostierbare Filter übrig.

Wenn du schon auf dem Weg ins Büro Kaffeelust verspürst, bietet sich natürlich ein Coffee-to-Go im Vorbeigehen an. Aber verzichte bitte auf die üblichen Coffee-to-Go Becher. Investiere lieber einmal in einen wiederverwendbaren Kaffee-Becher. Bei den meisten Cafés kannst du diese befüllen lassen.

Auch wenn es verlockend ist, zu Mittag schnell etwas beim Italiener, Chinesen oder Japaner zu bestellen, versuche es auf ein Minimum zu reduzieren. Denn das Lieferessen kommt in Unmengen an Verpackung daher. Wenn du dir etwas zum Essen von zu Hause mitbringst, tust du nicht nur deiner Gesundheit etwas Gutes, du kannst das Essen auch in tollen, appetitlichen und wiederverwendbaren Lunchboxen verpacken.

Hier findest du Rezeptideen für dein Büro-Lunch.

Zero Waste bei Elektrogeräten

Technisches Equipment wie Computer, Smartphone und Drucker sind aus dem Büro nicht wegzudenken. Aber hast du schon mal daran gedacht, dass es nicht immer das neueste Produkt sein muss.

Die Herstellung dieser Geräte, insbesondere des Smartphones, verursacht nämlich schon mal den größten Umweltschaden, denn es werden wertvolle Rohstoffe wie Metalle und seltene Erden dafür benötigt. Der Abbau dieser Rohstoffe passiert unter schrecklichen Arbeitsbedingungen. Außerdem werden Wälder gerodet und Berge dafür gesprengt. Die Metalle werden mit giftigen Substanzen aus der Erde gelöst, die dann in die Abwässer gelangen.

Wer also sein technisches Equipment möglichst lange nutzt, schont die Umwelt. Und wenn ein Gerät ersetzt werden muss: Es gibt sehr gute Anbieter von generalüberholten Geräten, sogenannten „refurbished“ Geräten. Dazu habe ich den Gründer von refurbed interviewt. Wir haben schon mehrfach runderneuerte Smartphones gekauft und sind sehr zufrieden damit.

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