Wenn der "schönste Tag im Leben" ansteht - worauf ist bei der Hochzeit zu achten?

Die eigene Hochzeit ist ein Erlebnis für das ganze Leben.

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Der schönste Tag im Leben – so wird heute die Hochzeit umschrieben. Wenn zwei Partner sich trauen, ist das Ganze für alle Beteiligten, auch Eltern, Verwandte und Freunde, ein besonderer Anlass. In Österreich haben 2016 laut Statistik Austria knapp 44.900 Paare „Ja“ zueinander gesagt. Die Trauung ist nicht nur der Höhepunkt einer Beziehung und gemeinsamer Jahre. Dahinter steckt auch ein gewaltiger organisatorischer Aufwand, der erst einmal gestemmt werden will. Dies gilt natürlich besonders dann, wenn das Paar sich nicht nur vor dem zuständigen Standesbeamten das Ja-Wort geben will, sondern auch konfessionell geheiratet werden soll.

In diesem Fall werden der Aufwand und der Planungsumfang noch einmal deutlich größer, da sich die Rahmenbedingungen je nach Konfession unterscheiden. An was sollte beim Thema Trauung gedacht werden? Grundsätzlich muss Heiratswilligen klar sein, dass es seine Zeit braucht eine Hochzeit zu organisieren. Heute den Entschluss fassen und morgen schon vor dem Altar stehen – so etwas geht auf der Leinwand oder in Las Vegas. Wer sich in Österreich für die Hochzeit entscheidet, sollte den Aufwand, der fürs Organisieren aller Dokumente oder die Suche nach einer passenden Location nötig ist, keinesfalls unterschätzen. Und auch die Trauringe sind in aller Regel – wenn von Hand durch einen Goldschmied gefertigt – nicht über Nacht fertig.

Must have: Die Eheschließung als formaler Akt

In Österreich ist eine Eheschließung nur rechtsgültig, wenn die Trauung durch einen Standesbeamten erfolgt. Diese Grundvoraussetzung ist am Ende aber nur ein Puzzleteil auf dem Weg zur Eheschließung. Allgemein beginnt der „Verwaltungsakt“ mit der Anmeldung zur Eheschließung. Diese erfolgt auf dem Standesamt, das am Ende auch die Niederschrift zur Ermittlung der Ehefähigkeit erstellt.

Ehefähigkeit bedeutet, dass die Partner/Verlobten ehemündig und geschäftsfähig sind, was ab 18 Jahren der Fall ist. Hinzu kommt die Prüfung, ob ein Eheverbot vorliegt. Hierbei handelt es sich um:
⦁    Blutsverwandtschaft
⦁    Adoptivverhältnisse
⦁    Doppel-/Mehrfachehen.

Letzter Punkt ist wichtig für Verlobte, die bereits eine Ehe hinter sich haben. Eine Trauung ist erst möglich, wenn die Erstehe geschieden wurde. Das in Trennung leben reicht also nicht aus, um erneut eine Ehe einzugehen.

Achtung: Die Feststellung der Ehefähigkeit ist in Österreich mit einer Frist von sechs Monaten belegt. Danach verliert sie ihre Gültigkeit. Verlobten ist zu raten, sich erst um die Anmeldung beim Standesamt zu bemühen, wenn innerhalb diese Zeit tatsächlich die Trauung stattfinden kann.

Hochzeitskleid und Ehering

Prinzipiell ist die Eheschließung inzwischen ein Verwaltungsakt. Trotzdem verbirgt sich hinter der Trauung immer noch ein emotional berührender Moment. Und an diesem Tag muss für das Paar alles perfekt sein.

Wurde lange klassisch in Weiß geheiratet, ist die Kleiderordnung inzwischen sehr viel moderner geworden. Die Auswahl des Hochzeitskleids gehört aber immer noch zu den Meilensteinen. Auf welche Entscheidungshilfe sollte sich die Braut verlassen? Sehr oft sind Eltern und Geschwister oder Trauzeugen bei der Auswahl mit dabei. Nicht überhören solle man das Urteil der Experten in den Brautmodengeschäften. Aufgrund der Erfahrung können diese oft recht gut einschätzen, was – abseits der persönlichen Vorlieben – zu individuellen Typen am besten passt.

Männer tun sich mit der Auswahl meist nicht ganz so schwer. Smoking oder Frack sind Klassiker, die heute auf den Standesämtern und bei den konfessionellen Trauungen dominieren. Wichtig: Nicht der Bräutigam steht an diesem Tag im Vordergrund, der Braut gilt die Aufmerksamkeit. In jedem Fall ist anzuraten, dass sich Verlobte untereinander zumindest zur grundlegenden „Kleiderordnung“ absprechen.

Die Trauringe sind ein nicht minder komplexes Thema. Heute darf hier eine unterschiedliche Zahl an Designs und Materialien getragen werden – wie:
⦁    Weißgold
⦁    Gelbgold
⦁    Platin
⦁    Silber
⦁    Edelstahl.
Aufgrund des besonderen Charakters und der Bedeutung, welche der Trauring hat, träumen viele Paare von einer Maßanfertigung beim Goldschmied. Hier lassen sich beispielsweise verschiedene Materialien in einem Mokume Gane Muster verarbeiten. Aber: Diese Ringe haben ihren Preis und können schnell vierstellige Eurobeträge erreichen. Auch Diamantringe von Baunat liegen in diesem Bereich, jedoch stellen sie auch eine tolle Erinnerung fürs Leben dar. Wer hier also etwas ganz Besonderes möchte, sollte die Auswahl früh genug planen.

Die Hochzeitsfeier planen

Brautkleid, Smoking, Termin beim Standesamt und die Ringe – eigentlich ist doch alles erledigt. Und was ist mit der Hochzeitsfeier? Dieser Punkt bereitet vielen Paaren Kopfzerbrechen. Wie viele Gäste werden eingeladen? Wo soll die Feier steigen?

Am Ende steht oft ein Kompromiss. Jede Braut wünscht sich eine Märchenhochzeit auf einem Schloss. Das Budget setzt allerdings schnell Grenzen. Bevor nach einer passenden Location gesucht wird, sollte klar sein, mit wie vielen Gästen zu rechnen ist – und wer eine Übernachtungsmöglichkeit braucht. Nicht jede Location bietet ausreichend Platz. Im Idealfall liegen zwischen Festsaal und Übernachtungsmöglichkeit nur wenig Meter.

Gerade wenn Gäste eine längere Anreise hinter sich bringen, wird gern am Tag vor der eigentlichen Hochzeit angereist – was es ebenfalls zu berücksichtigen gilt. Und noch etwas darf nicht vergessen werden: Das Probeessen. Schließlich kauft niemand – und erst recht nicht am schönsten Tag im Leben – die Katze im Sack.

Vor Freude tanzendes Brautpaar

Neben den Formalitäten sind auch viele schöne Dinge zu planen. Ob nun Hochzeitskleid, Ehering oder Hochzeitsfeier – das Ganze kann auch Riesenspaß machen.

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Fazit: Eine Hochzeit braucht Organisationstalent

„Schatz – willst Du mich heiraten?“ Diese Frage ist der Startschuss für eine ganze Reihe von Veränderungen im Leben der Verlobten. Die standesamtliche Trauung ist – aufgrund des recht formalen Charakters – eigentlich die niedrigste Hürde. Wer sich trauen will, hat natürlich den Anspruch, diesen Tag zu einem besonderen Anlass werden zu lassen. Das Brautkleid steht dabei immer im Mittelpunkt. Perfekt wird eine Hochzeit aber nur dann werden, wenn auch die Ringe den hohen Ansprüchen gerecht werden und die Location zum Volltreffer geworden ist. Am Ende wird das frischgebackene Paar erschöpft in die Betten fallen. Bis es soweit ist, haben die Verlobten einen kleinen Marathon hinter sich. Angefangen von der Anmeldung der Eheschließung über die Suche nach einer Location, der Planung der Feier bis hin zur Auswahl von Brautkleid und dem Anfertigen der Trauringe.

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