Hausplanung - was ist zu beachten

Das ist bei der Hausplanung zu beachten

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Hausplanung - was sollten Sie beachten; Bildquelle: Benicce - fotolia.com

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Benicce - fotolia.com

Ein Haus baut oder kauft man ja nicht alle Tage, daher sollte man sich bei der Planung ausreichend Zeit lassen und diese wirklich gründlich machen.Vor einer Kauf- oder Bauentscheidung sollten Interessierte grundlegende Fragen klären.

Am Anfang steht das Raumkonzept

Wie hoch ist der Raumbedarf? Willst du ein Haus für dich allein, für zwei oder drei oder mehr? Es ist ein Unterschied, ob ein berufstätiges Paar ein Eigenheim für stille Stunden zu Hause plant oder eine Familie den richtigen Raum zum Leben und Wachsen sucht. 

Erstelle möglichst frühzeitig ein Raumkonzept: Welche Wohnräume wünschst du dir? Wie viele Menschen werden in dem Haus leben? Inwieweit muss sich das Haus mitverändern können? Sind Arbeitszimmer, aufwändige Hobby- oder Wellness-Bereiche, Spielzimmer oder Werkräume erforderlich? Ist eine Einlieger-Wohnung sinnvoll?

Eine Frage des Stils

Das eigene Zuhause ist eine Frage des Stils. Und weil die Entscheidung für ein Haus oftmals lebenslänglich bedeutet, sind vorab die Stilfragen zu klären: Soll es ein freistehendes Haus oder ein Doppel- oder gar Reihenhaus werden? Liebst du es mediterran, leicht oder massiv? Sollte das Haus in traditioneller Klinkerbauweise gefertigt werden, aus Holz oder ein lichtdurchfluteter Raum aus Glas und Stahl werden?

Wie viel Budget steht zur Verfügung?

Sind die grundsätzlichen Überlegungen getroffen, kommt das liebe Geld ins Spiel. Denn die finanziellen Möglichkeiten bestimmen nicht zuletzt, inwieweit sich das Traumhaus verwirklichen lässt. Denn - je nach Ausführung - können die Preise je Quadratmeter Wohnraum erheblich schwanken. Sie bewegen sich in etwa von 950 Euro in einem schlichten Mehrfamilienhaus bis zu 2000 Euro in einem hochwertigen Einfamilienhaus. Jeder Hausplanung sollte eine reelle Kostenschätzung und Finanzierungsberatung durch Fachleute zu Grunde liegen.

Grundstück setzt Grenzen

Auch die Grundstückswahl ist entscheidend auf dem Weg zum Eigenheim. Wer eine großzügige Landhaus-Villa plant, wird auf einem 400-Quadratmeter-Grundstück dafür sicher nicht den richtigen Platz finden. Wie viel Wohnraum erlaubt das Grundstück überhaupt? Wie ist das Gelände gestaltet? Wie sind die Bodenverhältnisse? Natürlich dürfte auch die unmittelbare Nachbarschaft die Entscheidung für ein bestimmtes Grundstück beeinflussen. Ebenso können auch Grundstückspreise und Lage für oder gegen den Standort sprechen.

Regeln beachten

Bei der Wahl des Grundstücks dürften auch die gesetzlichen Gegebenheiten eine Rolle spielen. Welche Vorschriften macht zum Beispiel der Bebauungsplan? Müssen möglicherweise alle Häuser in dem Baugebiet den gleichen Baustil aufweisen? Müssen alle Eigenheime mit einer Solaranlage ausgestattet werden? Oder gibt es sonstige Vorschriften? So sind zum Beispiel in einem Bergsenkungsgebiet besondere Auflagen zu beachten. Oder ein allzu hoher Grundwasserspiegel macht möglicherweise den ersehnten Keller hinfällig. Auch bei diesen Fragen ist es sinnvoll, frühzeitig Fachleute miteinzubeziehen. Sie erkennen in der Regel das Zusammenspiel von Bebauungsplan-Vorgaben und erwünschter Bauweise.

Energieversorgung für das Traumhaus

Lange vor dem ersten Spatenstich sollten sich Bauherren über die Grundlagen der Energieversorgung klar werden. Willst du ein sogenanntes Passivhaus, das sich quasi eigenständig mit Wärme versorgt? Die Lage des Grundstücks zu den Himmelsrichtungen ist ein entscheidender Faktor. Denn, wer die Hauptwohnräume nicht nach Süden ausrichten kann, wird niemals Eigentümer eines Niedrigenergiehauses. 

Soll eine Solaranlage oder eine Photovoltaik-Anlage untergebracht werden? Oder wünschst du eine Energieversorgung durch Erdwärme? Dazu sind im Vorfeld umfangreiche Erkundungen des Grundstücks nötig. Auch bei der Energieversorgung kommt das liebe Geld ins Spiel. Der Staat fördert auf vielerlei Weise den Einsatz erneuerbarer Energieträger. Hol dir rechtzeitig Rat ein, für welche Baumaßnahme es welche Zuschüsse gibt oder welche ökologisch-sinnvolle Bauweise von vornherein vorgeschrieben ist. 

Schlüsselfertig oder von eigener Hand?

Wie viel Zeit willst du während der Bauphase in das Hausprojekt investieren? Wie viele eigene Ideen oder Sachverstand kannst und willst du einbringen? Wünschst du dir ein schlüsselfertiges Haus aus einem Guss oder möchtest du zu jedem Zeitpunkt Einfluss nehmen können auf die Gestaltung deiner eigenen vier Wände? Wie deine Antwort auf diese Fragen ausfällt, entscheidet darüber, ob du möglichst individuell mit einem Architekten oder lieber schlüsselfertig mit einem Bauträger oder einem Fertighaus-Anbieter arbeiten möchtest.

Das Bauen mit einem Architekten empfiehlt sich, wenn du eigenes Know-how einbringen möchtest. Zwar übernimmt der Architekt die Planung und begleitet dich in allen genehmigungsrechtlichen Fragen, als Bauherr hast du aber die Möglichkeit, in enger Abstimmung mit ihm deine individuellen Wünsche einzubringen. Nachteil: Du selbst übernimmst ein hohes Maß an Verantwortung und musst sehr viel mehr Zeit als bei einer schlüsselfertigen Bauweise investieren. Als Bauherr bist du persönlich Vertragspartner für alle am Bau beteiligten Unternehmen.

Wenn du nur ein geringes Maß an Zeit und Verantwortung einbringen möchtest, könnte das Bauen mit einem Bauträger das Richtige für dich sein. Denn ein Bauträger kauft, verplant und bebaut in der Regel eine größere Fläche mit mehreren Häusern, die in ähnlicher Weise als schlüsselfertige Immobilien angeboten werden. Vorteil: Die gesamte Verantwortung gegenüber den am Bau beteiligten Firmen übernimmt der Bauträger. Er erledigt auch alle genehmigungsbehördlichen Aufgaben. Nachteil: Du bekommst eine Art Einheitshaus, denn sämtliche individuellen Wünsche für dein Eigenheim lassen sich nur gegen einen - oftmals satten - Aufpreis erfüllen.

Einen Mittelweg beschreitet, wer sich für die Zusammenarbeit mit einem Fertighausanbieter entscheidet. Denn die Grundstückswahl, die Planung, Erschließung, Baustelleneinrichtung und die genehmigungsrechtlichen Dinge bleiben somit in deiner Hand. Das Gebäude aber wird in Fertigbauweise von einem Anbieter geschaffen. Vorteil: In der Regel erhältst du nach einer verhältnismäßig kurzen Bauzeit ein oftmals preisgünstiges Haus. Nachteil: Der Raum für individuelle Vorgaben ist geringer. 

Quelle: immonet.de

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