Vorstellungsgespräch: 9 Tipps für ein erfolgreiches Interview

So punktest du beim Vorstellungsgespräch

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Das kennen wir doch alle, deine Bewerbung hat das Unternehmen positiv überzeugt und du konntest mit deinem Anschreiben so sehr punkten, dass du von deinem Traumarbeitgeber zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen wurdest. Du freust dich, aber gleichzeitig kommt auch die Nervosität. In deinem Kopf schwirren tausend Gedanken und Fragen: Kann ich das Unternehmen persönlich genauso von mir überzeugen wie schriftlich? Was ist, wenn ich mich schon bei der Vorstellung verhasple? Was sollen meine Interviewpartner nur von mir denken, wenn ich eine Frage nicht verstehe? Da kann ich dann doch nicht einfach nachfragen… Und was soll ich überhaupt anziehen? Hohe Schuhe oder doch lieber flache? Kann ich ein Kleid tragen oder muss es doch das klassische Kostüm sein?

Um dir deine Nervosität etwas zu nehmen und dich auf dein persönliches Gespräch vorzubereiten, habe ich hier 9 Tipps, die dir helfen, damit du im Vorstellungsgespräch genauso überzeugst, wie mit deiner Bewerbung und endlich deinen Traumjob bekommst:

Tipp 1: Selbstpräsentation

Bereite im Vorfeld eine kurze, maximal 2-3 minütige Selbstpräsentation vor, in der du dich vorstellst und kurz anreißt, was du bisher erreicht hast und warum du den Job machen möchtest. Dies ist keine chronologische Nacherzählung deines Lebenslaufs, der liegt der Firma vor. Sondern eine kurze Ausführung deiner wichtigsten Punkte.

Tipp 2: Sei du selbst – in jeglicher Hinsicht

Je natürlicher du auftrittst, desto mehr kommt deine Persönlichkeit zur Geltung. Und du möchtest ja nicht nur mit deinen Fähigkeiten, sondern auch mit deiner Persönlichkeit überzeugen. Deine Persönlichkeit kommt durch deine Ausstrahlung, dein Auftreten und deine äußere Erscheinung zum Vorschein.

Daher wähle sowohl Kleidung als auch Make-Up, das dich und deinen Stil widerspiegelt. Natürlich haben ein T-Shirt und eine Jeans nichts beim Vorstellungsgespräch zu suchen. Aber ob es jetzt ein schlichtes knielanges Kleid oder ein Kostüm mit Bluse oder schickem Oberteil ist, spielt keine Rolle. Genauso die Wahl der Schuhe. Wähle das Outfit, indem du dich selbstsicher fühlst und das bequem ist. Nichts ist unangenehmer, als wenn du während des Gesprächs durch den konstant hochrutschenden Rock oder die kneifende Hose abgelenkt wirst. Und genauso wäre es peinlich, wenn dein sehr eng sitzender pencil skirt dich vom Treppensteigen abhält. Teste vorher aus, wie gut du mit deinem Outfit sitzen, laufen und Treppensteigen kannst. Ein guter Anhaltspunkt sind auch immer Fotos der Mitarbeiter auf der Unternehmenshomepage.

Begrüße dein Gegenüber mit festem Händedruck.

Begrüße dein Gegenüber mit festem Händedruck.

Fotolia/Adam Radosavljevic

Tipp 3: Dein Auftritt

Dein „Auftritt“ beginnt, sobald du das Gelände des Unternehmens bzw. des Intervieworts betrittst. Oft weiß das Empfangspersonal bereits, dass du zum Jobinterview da bist. Und es kann durchaus sein, dass sie nach ihrem ersten Eindruck von dir befragt werden. Genauso endet dein Interview nicht mit Verlassen des Interviewraums, sondern erst dann, wenn du das Unternehmensgelände verlassen hast. Sei höflich zu jeglichem Personal, angefangen von der Putzkraft bis hin zum Sekretär und natürlich deinen Interviewpartnern. Diese solltest du mit einem festen Händedruck und einem klaren Blick in die Augen begrüßen und genauso auch verabschieden.

Tipp 4: Deine Unterlagen

Bring deine Bewerbungsunterlagen in mindestens zweifacher Ausführung mit. Wenn du weißt, wie viele Personen am Gespräch teilnehmen, dann für jeden ein Exemplar. Idealerweise hast du sie in einer Bewerbungsmappe ordentlich und übersichtlich zusammengefasst. Hier gehören rein: Dein Anschreiben, dein Lebenslauf und deine Zeugnisse. Also alles, was du der Firma in deiner schriftlichen Bewerbung zugeschickt hast. Zusätzlich kannst du dir auch noch ein Notizbuch inklusive Stift einstecken.

Tipp 5: Fragen überlegen

Das Interview ist durchaus kein einseitiges Gespräch, bei dem die Mitarbeiter des Unternehmens Fragen stellen und du nur antwortest. Wenn du eine Frage nicht richtig verstanden hast, frag nach. Nimm dir Zeit für deine Antwort. Lass lieber eine kurze Pause entstehen als eine Standardantwort zu präsentieren.

Genauso kannst auch du deinen Interviewpartnern Fragen stellen. Das funktioniert am besten, wenn du dich vor dem Gespräch detailliert mit dem Unternehmen auseinandergesetzt und dir schon Fragen aufgeschrieben hast. Und denk immer dran, nicht nur du bewirbst dich bei dem Unternehmen, sondern das Unternehmen bewirbt sich auch bei dir. Sie wollen Dich als Mitarbeiterin gewinnen, weil sie Bedarf an neuen Mitarbeitern haben. Daher direkt der nächste Punkt:

Tipp 6: Nimm keine Bittstellerposition ein

Auch wenn du den Job noch so sehr willst und du das Geld gerade mehr als gut gebrauchen kannst, begib dich nicht in eine Bittstellerposition, frei nach dem Motto „egal was sie anbieten, ich nehme den Job auf jeden Fall!“. Sei selbstbewusst und von dir und deinen Fähigkeiten überzeugt. Hierbei hilft, wenn du vor dem Gespräch mit Freunden oder auch einer professionellen Beratung, deine Stärken herausarbeitest. Denn dann weißt du noch einmal mehr, was du wirklich drauf hast. Das Ganze sollte natürlich auf einer professionellen und realistischen Ebene ablaufen. Eine Superwoman, die alles kann und überambitioniert ist, kann als schwierige Persönlichkeit wahrgenommen werden.

Tipp 7: Mehrwert bieten

Welchen Mehrwert erhält das Unternehmen, wenn es dich einstellt? Was kannst du, wo liegen deine Stärken und welche Erfahrungen hast du, die das Unternehmen braucht und die es weiterbringen? Mach dir vor dem Gespräch ein möglichst genaues Bild davon, wer du bist, was du kannst und was du im Unternehmen schaffen möchtest. Wenn du dir hierzu im Vorfeld Stichpunkte erstellt hast, kannst du diese auch oft bei anderen Fragen anbringen.

Tipp 8: Deine Gehaltsvorstellungen

Mach dir im Vorfeld eine klare Vorstellung davon, wieviel du verdienen möchtest. Die Frage nach deinem Zielgehalt kann durchaus während des Gesprächs aufkommen. Was ist deine Arbeit wert und warum? Wieviel musst du ggf. mindestens verdienen, damit du den Job machen kannst? Hier ist es am besten, du nennst eine Gehaltsspanne, bei der die beiden Beträge nicht mehr als zehntausend Euro auseinanderliegen. Wenn deine Gehaltsspanne realistisch ist, wird das potenzielle Angebot der Firma irgendwo dazwischen liegen. Sei auf die Frage gefasst, womit du dieses Gehalt rechtfertigst. Hierbei kommt dir dann wieder deine Vorbereitung zum Thema „Mehrwert“ zu Gute.

Tipp 9: Vorstellungsgespräche via Skype & Co.

Das erste Gespräch muss nicht immer direkt ein persönliches Gespräch vor Ort sein. Gerade wenn du dich auf einen Job beworben hast, der nicht wohnortnah ist, werden gerne zuerst einmal telefonische bzw. virtuelle Gespräche geführt, z.B. via Skype, Google Hangout oder dergleichen.

Hierfür solltest du dich genauso vorbereiten wie für ein persönliches Gespräch. Gerade bei einer Videokonferenz solltest du darauf achten, dass dein Umfeld und deine Kleidung zu einem Interview passen. Zieh dich also genauso an, wie für ein persönliches Gespräch und räum deinen Schreibtisch und alles was im Sichtfeld der Kamera ist auf. Achte auch darauf, dass du während des Gesprächs nicht gestört wirst und teste im Vorfeld ob alles Technische stimmt, deine Kamera funktioniert und du gut und deutlich zu hören bist.

Wie du siehst, ein Großteil des Interviewprozesses läuft bereits im Vorfeld ab. Durch eine gründliche Vorbereitung auf dein Gespräch kannst du dir einiges an Nervosität selbst nehmen. Und vergiss nie, kleine Patzer sind kein Genickbruch, sondern einfach menschlich. Jeder deiner Interviewpartner hat bereits in deinen Schuhen gesteckt und weiß wie Aufregend die Situation sein kann. In diesem Sinne viel Erfolg!

Wenn du noch mehr Informationen oder eine individuelle Beratung wünschst, besuche einfach meine Website "Sie macht Karriere".

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