Entschleunigung im Job – Vom Workaholic zum Slobbie

Runterschalten im Job bringt`s

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Bis 22 Uhr im Büro, 24 Stunden per Mail und Handy erreichbar – das war die Vergangenheit! Ein Trend aus den USA ruft zu einem neuen Zeitverständnis auf.

Entschleunigung im Job; Bildquelle: istockphoto, James Tutor

Entschleunigung im Job; Bildquelle: istockphoto, James Tutor

istockphoto, James Tutor

Slobbies (Slowly but better working people) sind die gestressten 70-Stunden-Wochen ManagerInnen von gestern, die jetzt die Langsamkeit und das Privatleben neu für sich entdeckt haben. Diese Abkehr vom hektischen Workaholic sollte dabei nicht verwechselt werden mit Faulheit oder mit der Unlust zu arbeiten. Denn ein langsameres Tempo führt in der Regel nicht automatisch zu schlechten Leistungen, ein geduldiger und entspannter Mitarbeiter ist oftmals um einiges kreativer und ein größerer Lustarbeiter als derjenige, der nur seinen Arbeitstag so schnell und vollgepackt wie möglich durchzieht.

Wie setze ich das im eigenen Arbeitsalltag um?

Der Vorsatz, sich mehr Zeit für Freizeit und Familie zu nehmen, reicht nicht aus. Slobbie wird man aus Überzeugung, nicht durch Planung.

An erster Stelle sollte man sich selbstkritisch fragen: Ist der persönliche Zeitstress nicht im Wesentlichen hausgemacht? Würden unsere Kunden wirklich darunter leiden, wenn wir das Arbeitspensum herunterfahren? Oder täuschen wir uns selbst, wenn wir stets von Meeting zu Meeting hetzen, weil das Bekenntnis, nicht unter Zeitdruck zu stehen, uncool wäre?

Dabei geht es nicht darum, von heute auf morgen eine Vollbremsung hinzulegen und den berüchtigten „Zeitdieben“ wie Meetings oder Telefonaten den Garaus zu machen. Ziel ist es auch nicht, möglichst viel zu delegieren und nur noch Sinnvolles zu tun.Vielmehr gilt es, den eigenen Rhythmus und das eigene Tempo zu finden, auf den Stress zu verzichten und Spaß an der Arbeit zu haben. Und den bringen auch die "kleinen Dinge" wie Small Talk mit den Kollegen und das Abarbeiten der weniger sinnvollen Dinge im Job, an denen man Spaß hat, auch wenn sie unwichtig sind - alles das sollte in den eigenen Tagesablauf integriert und gefördert werden, denn all das hilft dabei, ein Slobbie zu werden.
 
Wichtig ist auch, sich neben den Geschäfts- und Freizeitterminen, auch Pufferzeiten zu gönnen, in denen man entspannt – sei es das Durchblättern einer Zeitschrift oder kurz um den Block zu spazieren.

Die einzige Regel, an die sich Slobbies halten, stammt von Moshé Feldenkrais und lautet: „Wenn man weiß, was man tut, kann man tun, was man will“.

 

 

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