Gründung 40+: Wenn Geschäftsideen aus Erfahrungen wachsen

Unternehmen gründen mit 40+

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Endlich unabhängig. Viele Frauen wünschen sich, ihr eigener Chef zu sein.; Bildquelle: Fotolia - contrastwerkstatt

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Es ist ein Mythos, dass der typische Gründer Anfang 20, unerfahren und wenig liquide ist. Der demographische Wandel hat sich auch in der Existenzgründerszene niedergeschlagen. Immer mehr Menschen gründen jenseits der 40 oder sogar jenseits der 50.

Der unschätzbare Vorteil vom Gründen mit Anfang 40 oder später ist, dass in den meisten Fällen ein gewachsener Erfahrungsschatz vorliegt. Existenzgründer in diesem Alter kennen ihren Job in und auswendig und haben funktionierende Kontakte zu etwaigen Lieferanten und Auftraggebern. Die Gruppe der Menschen, die sich in der zweiten Lebenshälfte selbständig machen, wird immer umfangreicher. Das ist auch auf der Internetseite der Gründerszene aus Deutschland zu lesen. Hier sind 40 Gründer jenseits der 40 aufgelistet und zeigen, wie innovativ und ökonomisch Gründer in ihrer Alterskategorie sind.

Nicht alle Geschäftsideen erfordern das ganz große Kapital, doch viele benötigen eine gewisse Anlaufzeit. Um diese Anlaufzeit zu überbrücken, kann ein Kredit helfen. Bei diesem Kreditanbieter hier sehen Verbraucher auf einem Blick, wie hoch eine monatliche Rate für den Wunschbetrag ausfallen würde. Das gibt langfristige Planungssicherheit, ersetzt aber einen persönlichen Kontakt nicht immer. Im Zweifel sollten Gründer das direkte Gespräch mit der Hausbank suchen.

Vom Hightech-Sektor bis zur Dienstleistungsbranche: Gründer 40+ sind vielseitig

Das Verständnis davon, was »alt« ist, hat sich verändert. Was früher als »alt« galt, gilt heute als mittleres Alter. Gemeint sind die »jungen Alten« zwischen 50 und 60. Die Aktivität von Existenzgründern der Altersklasse 40+ ist inzwischen rasant angewachsen. Die Konsequenz: Die EU und die OECD haben bereits den Begriff „Senior Entrepreneur“ eingeführt. Gleichbedeutend mit diesem Titel stehen die Begriffe „Mature Entrepreneur“ (reifer Gründer) oder „Silver Ager“ (sinngemäß „Silberrücken“).

Das Wachstum in der Gruppe der älteren Gründer ist im Prinzip nicht verwunderlich. Die Demographie sorgt dafür, dass auch zukünftig das Durchschnittsalter der Gründer weiter ansteigen wird. Der Anteil der Älteren wächst in den nächsten Jahrzehnten weiter und das Verständnis von Selbstständigkeit innerhalb dieser Altersgruppe ist ebenfalls verändert. Immerhin ist die Lebenserwartung stark angestiegen. Viele bleiben aufgrund eines reflektierten Lebenswandels länger gesund und haben große Lust dazu, sich selber zu verwirklichen, auch und gerade im Alter.

Verpflichtungen erledigt, Zeit fürs Business

Unternehmensgründer und Gründerinnen 40+ sind oft erfolgreicher als ihre jungen Konkurrenten. Wer in der zweiten Lebenshälfte gründet, hat es oft einfacher. Das Haus ist abbezahlt, die Kinder sind bereits aus dem Haus. Das eröffnet finanzielle und persönliche Freiheiten. Kommen dazu Berufserfahrung und die Bereitschaft, sich aktuelles Wissen anzueignen, gesellt sich zu einer bereits profilierten Gründerpersönlichkeit geballtes Wissen. Eingebunden in ein funktionierendes Netzwerk jahrzehntelang gewachsener geschäftlicher Kontakte, gelingt der Start in die Selbstständigkeit oft ohne Schwierigkeiten.

Allerdings sind die beschriebenen positiven Begleitumstände nicht für alle Existenzgründer jenseits der 40 ausschlaggebend. Es wäre geheuchelt, zu sagen, dass es nur positive Gründe gibt, sich in diesem Alter selbständig zu machen. Tatsächlich kommt es vor, dass ältere Gründer notgedrungen in die Selbstständigkeit gehen. Zum Beispiel, um eine zu geringe Rente aufzubessern oder um einer Arbeitslosigkeit im Keim vorzubeugen. Ganz einfach fällt ein Übergang vom Angestellten- oder Hausfrauendasein in die Selbständigkeit für manche allerdings nicht. Es ist gewöhnungsbedürftig, sich und seine Leistungen zu vermarkten. Doch klappern gehört zum Handwerk. Das unliebsame Thema Marketing hat für Existenzgründer mit gewachsenen Berufserfahrung einen nicht zu leugnenden Stellenwert.

Selbstständigkeit 40+: Zweite Karrierechance für Frauen

Gerade Frauen, die die Erziehungsaufgabe über 10 oder 20 Jahren geleistet haben, sehen in einer Selbständigkeit eine gute Chance. Zum einen ist es schwierig, nach der sogenannten Babypause den Anschluss in den Beruf zu finden. Zu viele Arbeitgeber ziehen junge Bewerber oder kinderlose Frauen vor. Zum anderen lockt die Unabhängigkeit. Bei Frauen steht oftmals die Selbstverwirklichung im Vordergrund. Denn nachdem sie lange Zeit Kinder und Familie in den Mittelpunkt gestellt haben, sind sie nun selbst an der Reihe.

Ein Coaching ist für viele ältere Gründerinnen empfehlenswert. Wer einen Coach beauftragen will, der sollte 2 oder 3 Coaches anschreiben und ein kostenloses Erstgespräch in Anspruch nehmen. Denn in einem Coachingprozess muss die Chemie stimmen. Nur wenn sich die Gründerin mit dem Coach gut versteht, kann eine vertrauensvolle Basis entstehen, auf der eine Geschäftsidee ausreifen und wachsen kann.

Fazit: Gründerinnen 40+ sollten mit Bedacht und gut entwickelten Ideen antreten

Wenn Frauen nach der Familienkarriere oder aus einem Anstellungsverhältnis heraus gründen, sollten Sie ein solides Konzept haben. Schnell ist ein Kredit aufgenommen und die finanzielle Daumenschraube angelegt. Besser ist, gemeinsam mit einem Coach ein stimmiges Konzept zu entwickeln, um bereits im Vorfeld fundamentale Fehler zu vermeiden. Es empfiehlt sich, entweder nebenberuflich zu gründen oder in den letzten 2 oder 3 Jahren der Familienkarriere von Zuhause aus mit dem Business zu beginnen. So gelingt ein sanfter Übergang in die Selbständigkeit ohne großes finanzielles Risiko bei maximaler Professionalität.

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