Kinder und Karriere - es geht! 2. Beispiel

2. Claudia Riebler: PR-Leiterin und Mutter

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Claudia Riebler, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeiter im women30plus Interview; Bildquelle: Paul Kolp

Claudia Riebler, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeiter im women30plus Interview; Bildquelle: Paul Kolp

Paul Kolp

Claudia Riebler, PR-Leiterin und Mutter eines sechsjährigen Sohnes im Women30plus-Interview

Claudia Riebler ist Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Wiener Städtische Versicherung und Mutter eines sechsjährigen Buben. Wie sie beides miteinander vereinbart, verrät sie im Women30plus-Interview.

Women30plus: wann bist du nach der Geburt deines Sohnes wieder in den Beruf eingestiegen?

Claudia: Ich war ein Jahr zu Hause. Als mein Sohn 1 Jahr alt war, bin ich mit 25 Stunden wieder eingestiegen. Mit Hilfe einer Leihoma – aus den 25 Stunden wurde rasch wieder ein Vollzeit-Job. Mit 2 Jahren kam mein Sohn in eine Kinderkrippe.

Women30plus: in welcher Position arbeitest du momentan? Wie viele Stunden arbeitest du derzeit pro Woche?

Claudia: In meiner derzeitigen Position leite ich die externe und interne Kommunikation der Wiener Städtischen Versicherung. In diesem Job bin ich mehr als voll ausgelastet.

Women30plus: was waren die größten Hindernisse beim Wiedereinstieg?

Claudia: Beruflich gab es keine Hindernisse. Die Sorge, die mich damals begleitet hat, war meinem Kind ja nicht zu wenig Aufmerksamkeit zu schenken/nicht genug für ihn da zu sein.

Women30plus: wie hast du die Kinderbetreuung gelöst? Wie sieht die Fall-Back-Lösung aus, wenn z.B. das Kind/die Kinder krank sind? Hast du Unterstützung in der Familie (Partner, Verwandte)?

Claudia: Wenn man arbeitet und Kinder hat, ist das immer eine organisatorische Gratwanderung. Ohne meinen Mann, meinen Eltern und meiner Leihoma, die mir Gott sei Dank geblieben ist, und mit einer Kinderkrippe -  mit auf berufstätige Mütter abgestimmten Öffnungszeiten  - wäre das alles unmöglich.

Women30plus: worin siehst du die größten Probleme, Karriere und Kinder zu vereinbaren und wie hast du diese gelöst?

Claudia: Es braucht einen Arbeitgeber, für den das „ganz normal“ ist – viele hinken hier noch nach. Es braucht ein Grundvertrauen in die eigene Person, dass das, wie man es macht, richtig ist. Es braucht Menschen, denen man vertrauen kann, denen man sein Kind anvertrauen kann und die für einen da sind. Es braucht Kinderbetreuung den ganzen Tag ohne 2 Monats-Ferien – ansonsten bleibt „Vereinbarkeit von Kind und Karriere“ eine nicht realisierbare Plattitüde.

Women30plus: Bleiben irgendwelche anderen Bereiche auf der Strecke (Hobbies, Freunde, Partner)? Nimmst du dir dazwischen bewusst Zeit für dich?

Claudia: Klar, vieles bleibt auf der Strecke – vor allem man selber. Manchmal hadert man damit – manchmal freut man sich über kleine Dinge – genug Schlaf zum Beispiel. Aber, es geht um die Entscheidung: wenn man sich dafür entschieden hat zu arbeiten und Kinder zu haben, ist das mal so. Ich für mich habe entschieden, dass mein Leben so vielfältiger, für mich und damit für meine Familie zufrieden stellender ist, als wenn ich eine andere Option – zB. nicht zu arbeiten -  gewählt hätte.

Women30plus: hast du allgemeine Tipps für berufstätige Mütter?

Riebler: Versuchen, kein schlechtes Gewissen zu haben! Wir leisten so viel und tun immer mehr als möglich!

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